Als besonders flexibel preist AMD die neue Notebook-Plattform Puma auf der diesjährigen Computex an und setzt erneut zum Sprint Kopf an Kopf mit Intel an. Zum Zuge kommen in den Notebooks die neuen Turion-X2-Ultra-CPUs mit zwei Prozessor-Kernen, die auf Basis aktueller Phenom-CPUs weitere spezielle Vorzüge in den Notebook-Markt bringen sollen. So optimiert AMD den integrierten Speicher-Controller und die HyperTransport-Anbindung auf besonders sparsamen Betrieb und verspricht zusätzliche Laufzeit. In Sachen Grafik lässt Puma die Wahl zwischen integrierter Grafikeinheit, mobiler Radeon HD 3000 und externer Grafik auf Basis der neuen XGP-Technologie (External Graphics Platform). Als Chipsatz setzt AMD auf den M780G, dessen integrierte Grafik auch für Blu-Ray geeignet ist.
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Turion X2 Ultra, der auf dem
Griffin-Kern basiert, ist die seine deutlich reduzierte Taktfrequenz im Leerlauf, die nun auf ein Viertel des Ausgangstaktes von bis zu 500 MHz heruntergeschraubt werden kann. Im Betrieb arbeitet das Modell bei Taktraten bis 2,4 GHz wie bisherige Turion-Modelle. Die angesprochenen Optimierungen konzentrieren sich besonders auf den integrierten Speicher-Controller mit neun separater Stromversorgung, der bisher ein richtiges "einschlafen" der CPU verhindert hat. Übernommen hat AMD den DDR2-Speicher-Controller und die Möglichkeit, beide Kerne nach Bedarf unabhängig voneinander zu takten.
Der AMD M780G bietet seiner integrierten Grafikeinheit Radeon HD 3200 erstmals zusätzlichen Grafikspeicher in Form eines Local Frame Buffers für statische Grafikinhalte, um so den Zugriff auf dem Arbeitsspeicher zu reduzieren. Zusätzlich soll ein Flash-Modul unter den Namen HyperFlash für schnellere Boot-Zeiten sorgen.
In Sachen Grafik bietet AMD neben der internen Radeon HD 3200 auch die Option, wahlweise eine externe Grafikchips wie etwa der Mobility Radeon 3400 mit mehr Leistung zu setzen. Sie sollen durch Hybrid-Corssfire zusätzlich von der Performance des internen Chips profitieren. Neu ist hingegen das Konzept, über einen weiteren Port namens XGP auch externe Grafikkarten anzubinden. Über das
Konzept unter dem Namen Lasso haben wir bereits im Mai ausführlich berichtet. Funktionsprinzip ist dabei eine externe Anschluss-Möglichkeit für den PCI Express Port, an dem spezielle Grafikkarten-Boxen die Notebooks auch für aufwändige Grafik befähigen sollen. Zusätzlich lassen sich so bis zu drei weitere Displays anschließen und setzen den mobilen Systemen nahezu keine Grenzen mehr. Entsprechend vorbereitete Systeme sind etwa von Fujitsu Siemens in Planung.
Damit bietet AMD ein attraktives Angebot im stark wachsenden Notebook-Markt, das nach eigenen Angaben auch bei vielen Herstellern auf großes Interesse stößt. Vorteilhaft dürfte die größere Flexibilität bei der Konfiguration der Komponenten sein, die Intel deutlich stärker eingrenzt und wesentlich auf das eigene Produktangebot beschränkt. Den Herstellern von Notebooks stehen damit weitere Optionen für eine flexiblere Preisgestaltung offen, die allerdings auch die Gefahr eröffnen, dass AMD weiterhin verstärkt im unteren Preissegment hängen bleibt. Hier wird man sich wohl in Zukunft verstärkt behaupten müssen um nachweisen, dass AMD auch in der Lage ist, auch ausgereifte Produkte für die obere Preisklasse anzubieten.
[rl]