Der südkoreanische Elektronikspezialist Samsung sieht für Solid State Drives in den nächsten Jahren einen deutlich sinkenden Verkaufspreis und rechnet gar damit, dass die Flash-Laufwerke den traditionellen Magnetspeicher-Festplatten den Rang ablaufen könnten.
Derzeit schlagen SSDs je nach Kapazität mit 100 bis 600 US-Dollar zu Buche, doch der Preis habe sich laut Brian Beard, Flash-Marketing-Manager von Samsung, jedes Jahr nahezu halbiert. Der Zeitpunkt, wann sich SSD und HDD auf Augenhöhe gegenüber stehen, liege folglich nicht mehr allzu fern.
Grundsätzlich lässt sich aus diesen Äußerungen im
Interview keine neue Erkenntnis gewinnen. Dass neue Technologien regelmäßig im Preis fallen, wenn sie Anklang bei den Anwendern finden und sich entsprechend besser verkaufen, ist kein Geheimnis mehr.
Spannender sind die Argumente, mit denen Beard den zu erwartenden Erfolg von Solid State Drives gegenüber Magnetspeichern erklärt: So schlügen in HDDs regelmäßig fixe Kosten für Motor, Spindel und Platter zu Buche, egal wie groß die Kapazität letztendlich sei. Diese Fixkosten fallen bei SSDs weg. Der feste Kostenanteil für Flash-Speicher und Controller ist dort auf einem deutlich niedrigeren Niveau und lässt entsprechend mehr Raum, um bei wachsenden Volumen den Preiskampf gegen Magnetspeicher vollends zu gewinnen.
Damit wird auch klar, dass ein wesentlicher Grund für die hohen SSD-Preise im Moment nicht nur das Material in Form von Flash-Speicher selbst sind, sondern auch die hohen Anfangskosten für Entwicklung und Produktion, die die Hersteller versuchen schnellstmöglich wieder einzuspielen. Sind die Anlagen und Prozesse erst einmal vorhanden und ausgereift, dürfte mit der wachsenden Verbreitung der Preis tatsächlich spürbar nachlassen.
[rl]