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 Wie NVIDIA an die x86-Lizenzen kommen will

Wirtschaft | 28.03.2009, 12:40
Neben der Klage gegen Intel erregt NVIDIA im Moment auch durch ein weiteres Manöver Aufsehen. Wie rund um die CeBIT bekannt wurde plant der Grafikspezialist den Einstieg in die Welt der x86-Prozessoren und nun zeichnet sich auch ab, wie dies gelingen soll. So wurde bekannt, dass NVIDIA mit bis zu 78 Millionen Euro bei VIA einsteigen möchte.

Wie tradingmarkets berichtet, will der für seine Grafikkarten bekannte Hersteller etwa 300 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 20 bis 26 Cent pro Aktie erwerben. Damit würde man mit bis zu 78 Millionen Euro bei VIA einsteigen, was bei den aktuellen Wechselkursen immerhin bis zu 17 Prozent des Börsenwertes des Unternehmens entspricht.

Für den stark durch die Wirtschaftskrise gebeutelten Konzern aus Taiwan würde der Einstieg von NVIDIA vorallem dringend benötigtes Kapital mit sich bringen. Daher hat das Management des Unternehmens dem Angebot auch bereits zugestimmt. Damit obliegt es nun nur noch der Aktionärsversammlung eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Für NVIDIA dürften wohl hauptsächlich die Prozessoren und vorallem die x86-Lizenzen von VIA interessant sein, denn sowohl bei den Chipsätzen als auch bei den Grafikeinheiten besitzen die Kalifornier genug eigenes Know-How.

Die Prozessoren von VIA, allen voran der Nano, gehören zwar nicht zu den Leistungsfähigsten ihrer Art, wohl aber zu den Sparsamsten. Gerade letzteres dürfte wichtig werden, denn wie bereits deutlich wird, ist NVIDIA bestrebt immer mehr Rechenaufgaben auf die GPU zu verlagern, so dass man einen klassischen Prozessor nur noch zur Verwaltung und der ganz wichtigen Kompatibilität zur x86-Welt benötigt.

Auch im Bereich der immer wichtiger werdenden Kleinst-Computer wie den Netbooks und Nettops ist es für NVIDIA nötig eine Kooperation mit VIA einzugehen um eine möglichst große Palette an Rechnern mit ihren leistungsfähigen Grafikchipsätzen auszustatten.

Somit hat ein Einstieg des Spezialisten für Grafikkarten bei VIA für beide Unternehmen eigentlich nur Vorteile. Allerdings ist es fraglich wie leicht NVIDIA angesichts der letzten Quartalszahlen die stattliche Summe von bis zu 78 Millionen Euro verkraften kann.
[fo]





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