Der Software-Gigant Microsoft erwirtschaftete im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009 einen Überschuss von 3 Milliarden US-Dollar. Damit lag das Unternehmen mit dem Ergebnis ein Drittel unter dem des Vorjahres, während der Umsatz weniger stark um um 6 Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar schrumpfte. Besondere Belastungen seien durch die Stellenstreichungen und Abschreibungen auf Investitionen entstanden.
Trotz der deutlich höheren Erwartung der Analysten steht Microsoft damit noch immer überraschend gut da. Das Unternehmen erreichte mit den aktuellen Zahlen eine Umsatzrendite von fast 23 Prozent und steht sogar besser da als der Suchmaschinenspezialist Google mit knapp 20 Prozent, der stets als Inbegriff für Geldverdienen in der Welt der "New Technology" galt.
Bedenkt man, dass der Hoffnungsträger Windows Vista seit der Einführung nicht die Beliebtheit erreicht, auf die man eigentlich spekuliert hatte und Microsoft auch sonst stets einen Schritt hinter der Konkurrenz hinterher hinkt, lesen sich die Ergebnisse noch immer recht positiv. Sowohl in den Wachstumsmärkten Online-Werbung als auch beim Geschäft mit Videos und Musik im Internet steht Microsoft noch immer am Anfang. Auch das Suchmaschinen-Geschäft steckt fest, obgleich man die Verhandlungen mit dem Konkurrenten Yahoo derzeit offenbar wieder fortsetzt. Alles in allem ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld, das Microsoft zwar aufgrund der enormen Kapitalkraft überstehen dürfte, doch lassen wahre Innovationen als Wachstumstreiber für die Zukunft nach der Krise noch auf sich warten.
[rl]