Schon seit 1990 arbeiten Entwickler an MRAM (Magnetoresistive Random Access Memory). Doch im Laufe der Zeit wurde die Entwicklung in der Schublade vergessen. Jetzt hat Freescale Semiconductor die Produktion von MRAM in eine eigenständigen Firma ausgelagert und arbeitet massiv an der Marktreife.
Dabei soll MRAM nicht, wie Anfangs einmal
geplant, als Ersatz für DRAM eingesetzt werden sondern stattdessen den besseren Flash-Speicher abgeben. MRAM bietet den Vorteil verschiedener Speichertechniken in einem. Es ermöglicht die Zugriffszeiten von DRAM bzw. SRAM und ebenso wie dieser kann er beliebig oft beschrieben werden. Ähnlich wie Flash-Speicher ist auch MRAM ein nichtflüchtiger Speicher, was bedeutet, dass die Daten sofort vorliegen. Dies könnte Computersysteme ermöglichen, welche so gut wie keine Zeit mehr zum booten brauchen.
Ähnlich wie alle Entwickler hatte auch
Freescale die Serienreife auf Ende diesen Jahrzehnts verschoben, da es besonders Probleme in der Massenproduktion und den daraus resultierenden Kosten gab. Jetzt scheint für Freescale die Zeit reif und so läuten sie die zweite Ära von MRAM mit der neuen Firma
EverSpin Technologies ein.
Härtester Konkurrent werden wohl die Flash-Speicher allen voran die immer stärker aufkommenden SSD werden. Doch MRAM könnte durchaus Potential haben auch einen Platz auf dem Markt finden. Doch die ersten MRAM-Produkte sind noch nicht in Aussicht. So wird es dann doch noch etwas dauern bis man wirklich zu sehen bekommt was MRAM beim Endkunden zu leisten vermag.