Im Zuge der
Vorstellung des Atom sprach Intel auch davon, dass man damit neben den Netbooks/Nettops auch das Segment der Mobile Internet Devices (MIDs) bzw. Smarthphones erobern will. Während dies bei den Erstgenannten gut funktioniert hat, sucht man nach MIDs auf Atom-Basis vergeblich. Neue Details zu den Nachfolgern der aktuellen Menlow-Plattform zeigen nun auf, wie Intel dies in Zukunft ändern möchte.
Wie die Menlow-Plattform, also die Kombination aus einem Atom-Z500-Prozessor (
Silverthorne) und dem Einzelchip-Chipsatz US15W (Poulsbo), wird auch der für Ende 2009 erwartete Nachfolge Moorestown auf einem Zwei-Chip-Design beruhen. Allerdings wird der Speichercontroller, sowie die Grafikeinheit in den Prozessor wandern, so dass der Chipsatz mit dem Codenamen Langwell sich nur noch um typische Southbridge-Angelegenheiten - wie etwas I/O-Funktionen oder die Anbindungen von Laufwerken - kümmern muss.
Für die Verbindung zur Außenwelt ist mit Evans Peak ein weiterer Chip verantwortlich. Neben einem Bluetooth-Anschluss stellt dieser auch
WiMAX und WLAN zur Verfügung. Ein UMTS-Modem wird ebenso wie ein Energieverwaltungschip, der die Spannungswandler steuert, nicht von Intel bereit gestellt, sondern muss von einer anderen Firma zugekauft werden.
Trotz der - gegenüber der Menlow-Plattform - unveränderten Strukturbreite von 45-nm soll gemäß
umpcportal durch die Umstrukturierung im Chip-Design Moorestown nur noch etwa halb so groß sein. Die 32-nm-Fertigung bekommt erst der für 2011 geplante Moorestown-Nachfolger Medfield spendiert und schrumpft damit nochmals deutlich, was auch daran liegt, dass es sich um ein Ein-Chip-Design handelt.
Wie immer sollen die neuen Plattformen wesentlich sparsamer sein. Intel gibt hier für die Menlow-Plattform eine Verbesserung um einen Faktor 50 im Standby-Modus an. Über die Leistungsaufnahme im aktiven Betrieb schwieg man sich jedoch aus.
Mit den Verbesserungen, insbesondere mit der Medfield-Plattform, gibt sich Intel sehr optimistisch und will in den nächsten Jahren über 400 Millionen MIDs und Smartphones auf Basis der beiden neuen Entwicklungen erreichen. Insbesondere die Eignung für x86-Code und eine hohe Leistungsfähigkeit vergleichen mit den bisher dominierenden ARM-Prozessoren sieht der Chip-Hersteller hier als seine größten Pluspunkte an.
[fo]