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 Oracle sinniert über Netbook-Einstieg

Wirtschaft | 03.06.2009, 12:25
Der Datenbankspezialist Oracle erhält mit der Übernahme von Sun für 7,9 Milliarden US-Dollar auch Zugriff auf die Hardware-Sparte des Unternehmens - Grund genug, laut über den Einsatz der neuen Ressourcen nachzudenken. Auch die Herstellung von Netbooks ist dabei im Gespräch.

Konkret scheinen die Aussagen von Larry Ellison allerdings nicht zu sein, die er überraschend auf der Fachmesse JavaOne verkündete. Das heißt, man darf derzeit wohl eher davon ausgehen, dass keine konkreten Pläne in dieser Richtung existieren. Vielmehr erklärte Ellison, dass man massiv in Java investieren wolle. Die objektorientierte Programmiersprache ist schon jetzt Grundlage für eine Vielzahl von Anwendungen für Mobiltelefone, Smartphones und PCs und überzeugt vor allem durch den Gedanken der Plattformunabhängigkeit.

Oracle wuchs in den vergangenen Jahren immer wieder durch teure Zukäufe. Das Unternehmen baut auf diesem Weg sein Geschäftsfeld stetig aus und wandelt sich vom reinen Anbieter von Datenbanklösungen hin zu einem umfassenden Konzern, der in allen wichtigen Bereichen der Unternehmenssoftware zuhause ist. Schärfster Konkurrent ist die deutsche Schmiede SAP, die allerdings selbst keine Datenbanken anbietet und auf externe Lösungen zurückgreift. Unter diesem Blickwinkel lässt sich allerdings auch nur schwer beurteilen, welchen Platz Oracle in Zukunft überhaupt einnehmen möchte. Netbooks passen auf den ersten Blick zumindest nicht dazu. Kritiker sehen mittlerweile in Oracle ein Flickwerk aus Einzelteilen, deren Koordination zunehmend schwieriger wird.
[rl]





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