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 Intel hält an der 10,2-Zoll-Beschränkung für Netbooks weiter fest

Notebooks | 10.06.2009, 12:28
Gerne würden einige der Intel-Partner Netbooks mit Bildschirmgrößen über 10,2 Zoll anbieten, dürfen es allerdings nicht, da Intel in der Verwendung der mobilen Atom-Prozessoren die Bedingung einbrachte, dass die Display-Größen 10,2 Zoll nicht überschreiten dürfen. Trotz einiger Ausreißer oder gar aufwartender Konkurrenz aus anderem Hause, hält Intel an dieser Bedingung fest.

Natürlich darf man dem Hersteller erst einmal die Absicht unterstellen, dem rasent gewachsenen Netbook-Markt keine weiteren Optionen zu geben, das Notebook-Geschäft zu gefährden. Das könnte die Chance für VIA Nano, NVIDIA Ion oder gar Partner sein, welche sich diesen Vorgaben wiedersetzen.

Intel zeigte sich hier gegenüber der Computerworld unbeeindruckt. Intels Vize-Präsident der Mobility-Group hielt entgegen, dass Netbooks für grundsätzlich simple mobile Anwendungen wie Surfen oder E-Mail angedacht wurden, nicht aber die Leistungsfähigkeit eines Notebooks besitzen. Man solle schlicht einfach nur mehrere Applikationen und viele Fenster öffnen und man würde gleich erkennen, warum in Notebooks eben leistungsfähigere Prozessoren zum Einsatz kommen.

Würde man Netbooks mit größeren Bildschirmen zulassen, würde dies dazu führen, dass der Anwender in dem Glauben ein solches Gerät erwirbt, er erhalte ein vollwertiges Notebook und dem sei eben nicht so. Offenbar sieht Intel hierdurch eine Möglichkeit, dass das eigene Image geschädigt werden könnte. Intel geht davon aus, mit ihren Schritten für die korrekte Balance zwischen Netbook und Notebook zu sorgen.

Da bleibt natürlich der "mündige Anwender" erst einmal außen vor, welcher sich möglicherweise sehr wohl bewusst ist, dass ein Netbook seine Leistungsgrenzen besitzt, aber dennoch gerne ein solches Gerät mit größerem Display und größeren Auflösungen betreiben möchte. Genau an diesem Punkt, eben erst später in diesem Jahr oder ggf. erst 2010 wird sich zeigen, wie stark NVIDIA und ggf. auch VIA-Produkte auf diesem Bereich für Zuspruch sorgen könnten und natürlich auch, sollten sich hier Erfolge Abzeichnen, inwieweit sich Intels Sicht der Dinge dann ändert.


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