Im Rahmen der
ESL Finals in Köln präsentierte uns ASUS gestern einige kommende Mainboards sowie Grafikkarten. Neben dem
P6X58 Premium mit X58-Chipsatz, welches auch auf der Computex zu sehen war, und der
GeForce GTX295 Mars Edition zeigt man uns auch eine Vorabversion des kommenden Sockel-1156-Mainboard Maximus III Forumla mit P55-Chipsatz.
Das Maximus III Formula gehört dabei zu den besonders gut ausgestatteten, aber eben auch nicht ganz billigen Mainboards aus der Republic-of-Gamers-Serie (ROG-Serie). Dementsprechend hat ASUS auch nicht gekleckert sondern so ziemlich alles auf die Platine gepackt was es derzeit gibt. Erstaunlicherweise fehlt ein
SATA-III- ebenso wie ein USB-3.0-Controller und ein Steckplatz für Flash-Module. Auf Nachfrage verriet man uns, dass man hier noch am Evaluieren sei und sich hier, ebenso wie beim gesamten Boarddesign, noch das ein oder andere ändern kann.
Wie bei den meisten bisher gesichteten Mainboards mit P55-Chipsatz kommen auch hier vier Speicherbänke für das Dual-Channel-Interface der
"Lynnfield"-Prozessoren zum Einsatz. Damit man auch bei eingebauter Grafikkarte ohne Schwierigkeiten den Arbeitsspeicher ein- und ausbauen kann, hat ASUS die Halteklammern am unteren Ende der Dimm-Sockel entfernt und durch eine eine flache, nicht überstehende Konstruktion gelöst.
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Weiterhin gibt es drei Grafikkartensteckplätze, wobei nur einer davon mit 16 PCI-Express-2.0-Leitungen angebunden ist. Bei Verwendung eines Grafikkartengespannes – Crossfire wird ganz sicher unterstützt, mit NVIDIA laufen die Verhandlungen über eine SLI-Lizenzierung noch – werden zwei der drei Anschlüsse jedoch nur noch mit 8 Leitungen versorgt. Der dritte Port ist stets über den P55-Chipsatz und nicht wie die beiden anderen direkt über das Interface im Prozessor angebunden. Wie viele Leitungen ihm zur Verfügung stehen, bleibt somit vorerst noch ein Geheimnis.
Die Heatpipe ist ebenso wie der Kühlkörper des Chipsatzes extrem flach gehalten, was auf eine sehr geringe Abwärme der Bauteile hindeutet. Erfreuen dürfte dies alle Nutzer großer Kühler, denn Kompatibilitätsprobleme sind hier quasi auszuschließen.
Neben den bereits erwähnten Anschlüssen befinden sich im I/O-Bereich acht weitere USB-Ports, ein PS2-Anschluss, E-SATA, Firewire und ein Clear-CMOS-Schalter. Unten auf der Platine sitzen acht SATA-Ports, wovon sechs abgewinkelt sind und ein abgeknickter PATA-Anschluss sowie weitere Taster zum Starten und Resetten. Einen Floppy-Port gibt es nicht mehr.
Neben dem eigentlichen Mainboard werden aber auch die Beilagen, insbesondere die zugehörige Software, immer wichtiger. So hat ASUS nicht nur bestehende Module, wie die EPU-Six-Engine samt Tool oder das Express Gate samt Linux-Betriebssystem aktualisiert, sondern auch weitere Ideen umgesetzt. Eine davon ist "ROG Connect". Mit einem beigelegten, leicht veränderten USB-Kabel lässt sich so mit Hilfe eines zweiten Rechners die Konfiguration des ersten PCs verändern. Das Kabel wird dabei in einen gewöhnlichen USB-Port gesteckt und durch den nebenliegenden Taster die ROG-Connect-Funktion aktiviert.
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Neben dem "Remote"-Übertakten fanden wir vor allem die Möglichkeit eines "Remote"-BIOS-Updates sehr interessant, zumal der Rechner mit dem zu upgradenden BIOS nicht einmal an sein muss – Soft-Off (S5) soll hier ausreichen.
Besonders für Spieler, die auch gerne mal eine Runde im Internet zocken, ist die neue Funktion "ROG Game First" interessant. Damit sollen ausgehende Datenpakete von Spielen eine höhere Priorität bekommen als ein gerade aktiver Upload um die gefürchteten Lags zu vermeiden.
Ab wann das gute Stück hierzulande erhältlich sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Im Moment ist von einem Launch des "Lynnfield"-Prozessors im September die Rede, womit dies sehr wahrscheinlich auch der Termin für die Vorstellung des finalen Maximus III Formula sein dürfte. Ein Preis ist somit natürlich auch noch nicht bekannt.
[fo]