Auf der CeBIT fiel der Startschuss für NVIDIAs neue mobile Grafikkarten-Serie, welche seitdem auch unter dem Namen
"GeForce GTX 200M" vermarktet wird. Zu diesem Zeitpunkt setzte man allerdings noch auf die alten G9x-GPUs, welche auch schon früher Verwendung fanden. Mit dem heutigen Tage führt NVIDIA nun endlich die fortschrittliche 40-nm-Fertigung ein und präsentiert damit ein runderneuertes Portfolio auf Basis der GT2xx-GPUs. Mit dabei ist nicht nur
DirectX 10.1 sondern auch
GDDR5-Speicher.
Eine komplette Abkehr von den in die Tage gekommenen G9x-Chips gibt es allerdings nicht, denn nach wie vor hält der Konzern an der noch in einer 55-nm-Technologie hergestellten G92b-GPU für die absoluten HighEnd-Modelle fest. Hier will man den Markt vorerst weiter mit der GeForce GTX260M und GTX280M versorgen.
Im Mainstream- und Performance-Segment gibt es hingegen einen kompletten Wechsel hin zu den neuen 40-nm-Modellen, die neben DirectX 10.1 auch mit der Unterstützung von GDDR5-Speicher im Falle der GeForce GTS250M sowie der GTS260M aufwarten können. Technisch basieren die GT2xx-Chips auf der GT200-Architektur, müssen jedoch an der ein oder anderen Stelle mit Notebook-typischen Abstrichen leben.
Durch die feineren Strukturbreiten sowie durch die diversen internen Verbesserungen, soll im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine doppelt so hohe Leistung bei einem um die Hälfte gesunkenen Energiebedarf erzielt werden. Dies verspricht zum einen wesentlich schlankere Notebooks für (Gelegenheits-)Spieler, aber auch eine deutlich längere Akku-Laufzeit. NVIDIA spricht hier von bis zu 20 Minuten im Idle-Betrieb.
| G 210M | GT 230M | GT 240M | GTS 250M | GTS 260M | GTX 260M | GTX 280M |
| Fertigung | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 55 nm | 55 nm |
| Chip | GT218 (?) | GT216 (?) | GT216 (?) | GT214 (?) | GT214 (?) | G92b | G92b |
| Shader-Einheiten | 16 | 48 | 48 | 96 | 96 | 112 | 128 |
| GPU-Takt | 625 MHz | 500 MHz | 550 MHz | 500 MHz | 550 MHz | 550 MHz | 583 MHz |
| Shader-Takt | 1500 MHz | 1100 MHz | 1220 MHz | 1250 MHz | 1375 MHz | 1350 MHz | 1458 MHz |
| Speicher-Takt | bis zu 800 MHz | bis zu 1066 MHz | bis zu 1066 MHz | bis zu 2000 MHz | bis zu 2000 MHz | 800 MHz | 800 MHz |
| Speicherart | DDR2, DDR3, GDDR3 | DDR2, DDR3, GDDR3 | DDR2, DDR3, GDDR3 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR3 | GDDR3 |
| Speichermenge | 512 MB | 1024 MB | 1024 MB | 1024 MB | 1024 MB | 1024 MB | 1024 MB |
| Speicherbandbreite | 64-bit | 128-bit | 128-bit | 128-bit | 128-bit | 256-bit | 256-bit |
| HybridPower | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| PhysX | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| DirectX | 10.1 | 10.1 | 10.1 | 10.1 | 10.1 | 10.0 | 10.0 |
| Rechenleistung [GFlop/s] | 72 | 158 | 174 | 360 | 396 | 462 | 562 |
| TDP | 14 Watt | 23 Watt | 23 Watt | 28 Watt | 38 Watt | <= 75 Watt | <= 75 Watt |
Mit den neuen Grafikkarten finden die Vorgänger würdige Nachfolger, die von der reinen Papierform her auch um einiges schneller sein sollten. Ob sich die Geschwindigkeit nun wirklich verdoppelt, wie NVIDIA dies sieht, müssen erste Tests noch belegen. Zumal bei Notebook-GPUs noch hinzukommt, dass das letzte Wort in Sachen Taktraten von den Notebook-Herstellern gesprochen wird.
Gegen den Erzrivalen AMD ist man nun, abgesehen vom HighEnd-Segment, wieder besser aufgestellt, denn zum einen hat man nun die gleichen Features mit dabei und auch in Sachen Performance sollte man wieder Anschluss gefunden haben.
Bleibt somit nur noch die Frage, wann die ersten Notebooks mit den neuen Grafikchips erhältlich sein werden. Darüber gibt es im Moment allerdings noch keine Informationen, ein paar Wochen wird es aber wohl noch dauern.
[fo]