Ein britisches Startup schickt sich an, den Festplattenmarkt zu revolutionieren und verspricht mit einer neuen Speichertechnik Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die selbst Solid State Drives in den Schatten stellen. Dafür setzt man auf
Hard Rectengular Drives (HRD), die nicht auf rotierende Magnetspeicher-Platten basieren, sondern auf rechteckige unbewegliche Magnetplatten. Die neue Technologie sei laut Unternehmen speziell für leistungsfähige, energieeffiziente Rechenzentren der Zukunft gedacht.
Über den Magnetspeicher-Platten positioniert DataSlide eine Matrix aus 64 Schreib-Leseköpfen, die insgesamt bis zu 160.000 Zugriffsoperationen (IOPS) gleichzeitig durchführen können. Im Gegensatz zur Flash-Speicher-Technik von Solid State Drives seien diese beim Lesen und Schreiben jedoch stets gleich schnell. Laut Unternehmen seien so Transferraten von bis zu 500 MB/s möglich, was auch schnelle SSDs mit derzeit rund 250 MB/s Sekunde unter Druck brächte.
Quelle: DataSlide
Da keine rotierenden Elemente mehr verbaut werden, ließe sich auch der Energiebedarf um rund 60 Prozent reduzieren, im Leerlauf sogar auf Werte nahe Null. HDDs wären dann wieder mit SSDs annähernd auf Augenhöhe.
Um die Entwicklung voranzutreiben, hat sich DataSlide den Datenbankspezialisten Oracle als Partner ins Boot geholt. Das Unternehmen hat nach dem Kauf von Sun Microsystems einen direkten Zugang zum Servermarkt und ist als Betreiber von Storage-Systemen natürlich auch an schnellen Speichern interessiert. Gleichzeitig wird hier auch klar, dass der Fokus klar auf professionellen Anwendungen liegt. Bis die Technologie ausgereift und auch für Privatanwender erschwinglich ist, dürfte also noch reichlich Zeit vergehen. Doch bis dahin fällt auch der Preis für Flash-Speicher stetig weiter ab.
[rl]