Die Einsparungen bei Intel an verschiedenen Stellen hatte das Unternehmen bereits offen gelegt. Schon im letzten Jahr zeichnete sich ab, dass man im Bereich Motherboards deutliche Abstriche vornehmen wird. Nun verlautet aus dem
asiatischen Raum, dass Intel künftig ODM-Aufträge an Foxconn vergeben wird.
Hon Hai Precision Industry, bei uns besser bekannt unter dem Brand Foxconn, ist schon seit Jahren als OEM-Fertiger für Intel unterwegs. Nach aktuellen Informationen dürfte Intel nun einen Schritt weiter gehen und soll Foxconn dabei Aufträge als ODM (Original Design Manufacturer) Fertiger übergeben haben. Der ODM-Fertiger übernimmt dabei für Unternehmen die Herstellung eigens entwickelter Produkte, welche dort schlicht zur Produktion in Auftrag gegeben werden und damit eine gewisse fabless (Fabriklose) Produktion ermöglichen. Dies alles dürfte aktuell durchaus einen Sinn bei Intel ergeben, denn im Bereich von Motherboard-Entwicklung und vor allem -Herstellung wurden in den letzten Jahren durchaus Einschnitte begangen.
Intel will dabei weiterhin die Entwicklung von Mainboards vornehmen und angeblich eben nur die Herstellung dieser Produkte extern vornehmen lassen, wobei von einer Stückzahl von 4 bis 5 Millionen Stück die
Rede sei. Ehemalige OEM-Produzenten wie beispielsweise Pegatron würden hier nicht weiter berücksichtigt werden. Vielmehr wollen die Quellen der
DigiTimes erfahren haben, dass zwei oder drei Second-Tier-Mainboard-Brands noch im laufenden Jahr vom Markt verschwinden sollen. Zu den First-Tier-Herstellern zählen aktuell ASUS, ECS, Gigabyte und MSI.
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