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 Aufgerüstet: Intel stattet Mainstream-Prozessoren mit Virtualisierung aus

Prozessoren | 26.06.2009, 13:35
Spätestens seit dem Start des E7600 ist klar, dass Intel sich zu Stilbrüchen bewegen lässt um die Virtualisierungs-Technologie (Intel VT) in Prozessor-Reihen einzuführen, welche ursprünglich nicht mit diesem Feature ausgestattet waren. Konkret werden in der kommenden Zeit die Modelle E5300, E5400, E7400, E7500 und Q8300 mit Intel VT versehen werden und erhalten dadurch auch eine neue Spec-Nummer.

Ursprünglich war Intel VT im Bereich der Dual-Core-Prozessoren auf Basis der 45-nm-Fertigung einzig der E8000-Reihe vorbehalten und bisher hielt Intel diese strikte Klassenstruktur auch ein. So schaffte man mit dem Pentium Dual-Core E6300 eine neue Reihe der Pentium-Prozessoren. Doch der E7600 wurde dann der Auslöser für die Einführung von Intel VT in bereits vorhandene Klassen.

Durch Hinweise unserer Leserschaft wurden wir darauf Aufmerksam, dass es mittlerweile auch Modelle der E5300 und E5400 gibt, welche eben doch Intel VT aufweisen. Auf Anfrage bei Intel bestätigte man uns, dass diese neu eingeführt wurden. Ferner hieß es, dass die bisherige Planung vorsieht, die genannten Prozessoren (E5300, E5400, E7400, E7500, Q8300) mit Intel VT auszustatten. Weitere Maßnahmen seien darüber hinaus nicht geplant.

Der Grund für die Einführung von Intel VT ist schnell gefunden: Windows 7 rückt immer näher und damit auch der XP-Mode, welcher wiederum die Virtualisierungs-Features der Prozessor-Hersteller voraussetzt. Während AMD ihre Prozessoren stets mit der vollen Feature-Palette ausstattet, hat nun Intel in diesem Punkt durch die Klassenstruktur etwas das nachsehen und sah darin wohl auch einen Grund zu handeln.

Schwierig zu unterscheiden


Doch die Einführung neuer Features in bereits bestehende Produktreihen bringt auch Probleme mit sich. Der Kunde hat nun Schwierigkeiten vor dem Kauf herauszufinden, welche Version des Prozessors beim Händler des Vertrauens vorliegt. So kann es durchaus sein, dass man ein älteres Modell bekommt und dieses wieder zurück geben muss, falls man auf Intel VT angewiesen ist. Dies lässt sich im Einzelhandel durch Blick auf die Spec-Nummer verhindern. Im Online-Handel ist dies aber in der Regel nicht möglich, wenn sie nicht explizit angegeben wurde. Zudem setzt man dadurch voraus, dass der geneigte Kunde auch Kenntnis über die unterschiedlichen Spec-Nummern hat.

Hinzu kommt, dass Intel das Feature Intel VT nur in bestimmte Prozessoren-Pakete einführt. Als konkretes Beispiel sei hier der E5300 genannt, der die Virtualisierungstechnik lediglich in den neuen Tray-Versionen unterstützt. Dies ist gerade für den Laien, der auch eher zum Boxed-Kühler greift, natürlich ein schwerwiegendes Manko. Es bleibt also offen, in wie weit Intel hier für den Kunden dienliche Arbeit geleistet hat. Grundsätzlich wäre es auch möglich gewesen die Prozessoren mit Intel VT entsprechend zu kennzeichnen, schließlich verfügen alle Modelle über vierstellige Produktnummern.
[dk]





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