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Speicherpreise steigen weiter

Storage & Speicher | 19.08.2009, 11:40
Der ewige Sinkflug der letzten Jahre bei den Speicherpreisen scheint zwischenzeitlich gestoppt. Die Maßnahmen der Speicherproduzenten die Produktionen zurückzufahren um die Preise zu stabilisieren, scheint nun endlich Auswirkungen zu zeigen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Preisanstieg noch nicht zu Ende ist.

DRAMeXchange bezieht sich bei den Preisbeobachtung vorrangig auf die Spotmarktpreise für DDR-Speicherchips, was nicht direkt auf die Speichermodule übertragen werden kann. Hier konnte man im Juli 2009 einen Anstieg der Chippreise für 1 Gbit DDR2-Chips zwischen 32 und 37 Prozent verzeichnen. Auch DDR3-Speicherpreise sind teils um 30 Prozent gestiegen. Letzteres liegt nicht ganz im Interesse der Modulhersteller, sind die Margen dort teils um einiges besser und möchte man DDR3-Speicher ebenfalls etablieren.

Während Kingston so die Modulpreise für ein 2 GByte Speichermodul Stück für Stück von einem Preis von 20 US-Dollar auf Spitzenpreise bis zu 26,5 US-Dollar anhob, hat der Hersteller bei seinen 1 GByte DDR3-1333 Modulen den Preis mitte Juli von 23 US-Dollar auf 20 US-Dollar gesenkt. Damit will der Hersteller einerseits den entsprechenden Markt stimulieren, andererseits auch Lagerbestände bereinigen. Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass Intel im September seine neuen Mainstream-Prozessoren auf Lynnfield-Basis und die dazu passenden DDR3-Chipsätze P55 vorstellen wird.

Nichts desto trotz ist man sich im Klaren, dass der Marktanteil von DDR3-Speichern bis zum Jahresende gerade einmal 10 Prozent betragen wird und DDR2-Speicher weiterhin das Mengengeschäft darstellen wird. Während die Spotmarktpreise für 1 Gbit DDR2-Chips aktuell im Bereich um 1,40 US-Dollar liegen, geht DRAMeXchange davon aus, dass diese schon in Kürze 1,50 US-Dollar erreichen und auch übersteigen werden.

Wie stark sich dies letzten Endes auf die Modulpreise hierzulande auswirken wird, bleibt vorerst abzuwarten. In den vergangenen sechs Monaten darf man die Preise von DDR2-Speicher mit einer Berg- und Talbahn-Fahrt vergleichen. Die im Juli erwähnten Preiserhöhungen für DDR2-Speicherchips erreichen offensichtlich nun erst den Speichermodulmarkt.

Bild: Speicherpreise steigen weiter

Preisentwicklung eines Samsung 1 GByte DDR2-800 Speichermoduls (6 Monate)

[pg]







Stichworte zur Meldung: Speicher Ddr3 Ddr2 Ram Ddr
 
2 Kommentare

Re: [News] Speicherpreise steigen weiter

Daniel
(vom 19.08.2009 um 11:49)

Neeeeeeeeeeeeeein! Hätte ich mal vorher ein 4-GB-Kit gekauft, damit ich noch mehr Speicher fürs idlen habe :P

Re: [News] Speicherpreise steigen weiter

Warmmilchtrinker
(vom 19.08.2009 um 13:17)
4GB? Also, zum idlen braucht man schon 16GB, wenn man das ernsthaft betreiben möchte  ;D