Auf der Computex zeigten sowohl ASUS als auch Gigabyte die ersten Mainboards, die einen zusätzlichen SATA-III-Controller besitzen sollten. Doch auf Grund von Problemen mit der ersten Generation des Chips von Marvell entfernten beide Hersteller vorerst den Controller von den Platinen. Während Gigabyte nun erst einmal auf SATA_III verzichtet, bringt ASUS doch ein Mainboard mit dieser Technik auf den Markt und auch ASRock springt auf den Zug auf.
Die beiden Unternehmen gehen dabei allerdings unterschiedliche Wege. Während ASRock dem P55 Deluxe eine PCI-Express-x1-Karte mit zwei SATA-III-Ports beilegt, verbaut ASUS gemäß XFastest auf dem P7P55D Premium einen Marvell-Controller, der ebenfalls zwei SATA-III-Anschlüsse bereitstellt. Die zuletzt genannte Variante ist dabei die deutlich bessere, denn nach den Informationen über den P55-Chipsatz wird dieser die PCI-Express-Leitungen der zweiten Generation nur mit 250 MB/s betreiben. Damit liegt man bei der Nutzung von lediglich einer Leitung noch unter dem Niveau der SATA-II-Spezifikationen, von SATA-III mit bis zu sechs Gigabit pro Sekunde ganz zu schweigen.
ASUS hingegen bündelt vier der acht PCI-Express-Lanes des P55 und erreicht so eine Bandbreite von 1 GB/s. Allerdings muss der Hersteller dafür einen Brückenchip von PEX zwischen die PCI-Express-Leitungen und den Marvell-9123-Chip schalten. Laut XFastest bleiben damit für den Marvell-Controller noch eine Bandbreite von 500 MB/s übrig, was jedoch ebenfalls unter dem theoretischen Maximum der SATA-III-Spezifikationen liegt. Allerdings reicht dies für die aktuellen Festplatten und SSDs bei weitem aus, für zukünftige SSDs oder einen RAID-Verbund könnte es jedoch bereits eng werden.