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EVGA bringt P55-Platine mit NForce200-Chip für Grafikenthusiasten

Mainboards | 23.08.2009, 10:27
Vor knapp zwei Wochen gab NVIDIA bekannt, dass die Mainboard-Hersteller auch für Intels kommenden P55-Chipsatz die SLI-Technologie lizenzieren können. Während die meisten Hersteller sich auf eine reine Lizenzierung ohne Einsatz eines zusätzlichen Chips beschränken, wird EVGA auch eine Platine mit einem extra NForce200-Chip anbieten, um Grafikkarten-Gespanne mit mehr als zwei Pixelbeschleunigern oder einer besseren Anbindung zu ermöglichen.

Lizenziert ein Hersteller lediglich NVIDIAs SLI-Technologie zur Kopplung mehrerer Grafikkarten ohne auf einen NForce200-Controller zurückzugreifen, sind beim P55-Chipsatz – oder besser gesagt den Lynnfield-Prozessoren, denn diese beinhalten das PEG-Interface – nur zwei Kombinationen möglich: Entweder der Nutzer kann eine Grafikkarte mit 16 PCI-Express-Leitungen betreiben, oder zwei Pixelbeschleuniger mit jeweils 8 Lanes. Andere Varianten sind von Intel nicht vorgesehen.

Damit laufen in einem Grafikkarten-Gespann die beiden Beschleuniger nur mit der halben Bandbreite was sich gerade bei den absoluten HighEnd-Modellen negativ auf die Performance auswirken kann. Daher wählt EVGA beim P55 FTW 200 die Variante mit einem zusätzlichen NForce200-Chip. Dieser Brückenchip stellt 32 PCI-Express-Lanes zur Verfügung und benötigt dafür 16 PCI-Express-Leitungen. Damit ermöglicht EVGA auch Triple-SLI mit einer Anbindung der einzelnen Beschleuniger von x16/x8/x8. Bei lediglich zwei Beschleunigern ist damit eine x16/x16-Anbindung gegeben.

Bild: EVGA bringt P55-Platine mit NForce200-Chip für Grafikenthusiasten
Quelle: Hardwarecanucks

Doch auch das ist noch nicht alles, denn das Mainboard bietet noch einen vierten PCI-Express-Port, welcher mechanisch ebenfalls für x16 ausgelegt ist. Dessen Anbindung ist allerdings etwas unklar, denn Hardwarecanucks, welche die Platine als erste vor die Linse bekamen, geben für diesen Anschluss eine Anbindung mit 8 PCI-Express-Leitungen an, während die anderen Ports gleichzeitig noch mit x16/x8/x8 angesteuert werden. Damit scheidet eine Anbindung über den NForce200-Chip aus und es bliebe lediglich eine Anbindung direkt über den P55-Chipsatz übrig. Dieser besitzt allerdings nur acht PCI-Express-Leitungen, womit der eSATA-, der Firewire- und die beiden Netzwerk-Controller des Mainboards lediglich über den lahmen PCI-Bus angebunden wären. Da letzteres jedoch eher unwahrscheinlich ist, tippen wir auf einen Fehler bei der Beschriftung seitens Hardwarecanucks und glauben eher an eine Anbindung von x8/x8/x8/x8 bei maximaler Bestückung.

Abgesehen von den vielen Grafikkarten-Steckplätzen besitzt das P55 FTW 200 nahezu die gleiche Ausstattung wie das P55 SLI, welches wir bereits vor ein paar Wochen vorgestellt haben. Was das gute Stück kosten soll, ist natürlich aktuell noch nicht bekannt, doch mit einem NForce200-Chip dürften 150 Euro und mehr durchaus realistisch sein.
[fo]







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