Es ist schon etwas seltsam, wie aktuell die Vorstellung der neuen Intel Core i7- und Core i5-Modelle oder gar auch der dafür vorgesehenen Plattformen verläuft. Geplant ist die offizielle Vorstellung der neuen Prozessoren eigentlich erst für den kommenden September und dass es im Vorfeld auch jede Menge Gerüchte oder auch mal frühe Benchmarks aus Asien gibt, ist nichts ungewöhnliches. Dass die Produkte aber offenbar schon am Markt erhältlich sind, das erstaunt doch sehr.
Schon vor einigen Wochen tauchte eine Händlerlistung in den USA auf, welche einen der neuen Prozessoren als lieferbar listete, innerhalb weniger Tage war das Produkt von der Webseite wieder verschwunden. In Asien soll es die Produkte ebenfalls schon im Handel geben, weshalb Intel Schritte gegen die Vorabverkäufe eingeleitet haben
soll. Ein von uns befragter Hersteller winkte nur ab und bot uns an für ca. 180 Euro einen 32-nm-gefertigten Clarkdale-Prozessor besorgen zu können – dieser soll erst weit nach den Lynnfield-Modellen vorgestellt werden.
Zu guter Letzt sind die Modelle
Core i5-750,
Core i7-860 und
i7-870 nun auch schon bei deutschen Händlern gelandet und werden als verfügbar gelistet, inkl. der entsprechenden Eckdaten. Doch was nützt eine Sockel 1156-CPU ohne passendes Mainboard? Nun, auch diese sind angeblich
sofort lieferbar, zumindest
zum Teil.
Dass Intel über diesen Umstand nicht glücklich sein kann, das liegt auf der Hand, doch man muss sich fragen, wie es zu dem Umstand überhaupt kommen konnte und ob Intels eingeleitete Schritte jetzt überhaupt noch fruchten können. Man wird sehen, ob diese Händlerlistungen hier in Deutschland auch in ein paar Tagen noch vorhanden sind, oder doch vom Netz genommen werden.
Stellt sich natürlich auch die Frage zur Preisgestaltung und man darf sagen, dass jeder der aktuell bereits kauft, mit Sicherheit teuerer erwirbt, als wenn er die offizielle Markteinführung abwartet.
[pg]