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 Weitere Einschränkungen bei AMDs Eyefinity

Grafik | 29.09.2009, 11:30
Gestern noch hatten wir berichtet, dass das Multi-Monitor-Feature Eyefinity einigen Einschränkungen bei der Display-Auswahl unterliegt. Ungeachtet der Anzahl der verbauten Anschlüsse auf der Slotblende, können aus der Gruppe VGA, DVI und HDMI nur zwei Ausgänge gleichzeitig genutzt werden. Die wohl nächstliegendste Lösung für dieses Problem ist auf den ersten Blick schlicht die Verwendung eines entsprechenden DisplayPort-Adapters. Aber an dieser Stelle kommt es zu weiteren Problemen, denn wie man uns seitens AMD mitteilte funktionieren handelsübliche passive Adapter auf der Radeon HD 5870 nicht.

Ein passiver Adapter vertraut darauf, dass die Grafikkarte selbst erkennt, welche Art von Verbindung (DVI, HDMI, DisplayPort) zum Monitor aufgebaut werden soll und unabhängig vom verwendeten Ausgang das entsprechend korrekte Signal ausgibt. Und genau dies ist beim DisplayPort der Radeon HD 5870 nicht der Fall. Über den DisplayPort kann hier lediglich ein DisplayPort-Signal ausgegeben werden. Abhilfe können an dieser Stelle nur aktive Adapter schaffen. Diese nehmen das DisplayPort-Signal entgegen und verfügen über eigene Schaltkreise, die das Signal in das gewünschte Ausgangssignal umformen, ohne das die Grafikkarte hierfür irgendetwas leisten müsste. Einer der wenigen Anbieter für solche Adapter in Deutschland ist Apple, allerdings hat die Sache ihren Preis: ca. 100 Euro müssen potentielle Käufer für einen solchen Adapter hinlegen. Bei dem Produkt von Apple kommen zusätzlich noch die Kosten für einen Mini-DisplayPort auf den normalen DisplayPort hinzu.

Mit den nächsten Grafikkarten der Radeon-HD-5000-Serie möchte AMD das Problem lindern – allerdings dürfte die Lösung nur den wenigsten wirklich weiterhelfen. Anstelle eines normalen DisplayPort-Ausgangs soll hier zukünftig der DisplayPort+ zum Einsatz kommen, womit laut AMD grundsätzlich die Möglichkeit besteht auch passive Adapter zu verwenden. Allerdings wird auch diese Verbindungsart nicht dafür geeignet sein, um drei Monitore ohne DisplayPort anzuschließen.

Der Grund hierfür liegt in der grundlegenden Funktionsweise der aktuellen Radeon-Karten. Wie in der gestrigen Nachricht bereits erwähnt, verfügen die aktuelle Radeon-Karten zwar über sechs TMDS/DP-Transmitter, jedoch nur über zwei Taktgeneratoren für sämtliche Ausgänge aus der Gruppe VGA, DVI und HDMI. Anders als beim DisplayPort, benötigen diese Schnittstellen für jeden Ausgang einen separaten Taktgeber. Die Taktgeneratoren sind also der limitierende Faktor. Wird nun mittels eines passiven Adapters über den DisplayPort ein DVI- beziehungsweise HDMI-Signal ausgegeben, so wird auch in diesem Falle wieder ein Taktgeber benötigt und man steht erneut vor dem Problem wiederum nur ein zusätzliches HDMI, DVI oder VGA-Geräte anschließen zu können.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass man derzeit und auch in Zukunft für den Eyefinity-Betrieb mit mehr als zwei Monitoren zwingend einen Monitor mit DisplayPort, oder einen teuren aktiven DisplayPort-Adapter benötigt.

Wir danken unserem Leser Simon für den initialen Hinweis

[ls]





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