Bisher galt der Spiele-Sektor eher als Goldesel, doch jetzt zeichnen sich bei Microsoft und Sony Verluste durch die Konsolen Xbox 360 und Playstation 3 ab. Dies liegt vor allem an den hohen Herstellungskosten, die durch den Kaufpreis nicht gedeckt werden.
Die Playstation 3 kostete beispielsweise in der Herstellung zu Beginn ca. 840 Euro, wird aber schon für unter
380 Euro im Handel angeboten, was selbst bei aktuell niedrigeren Herstellungspreisen keinen maximalen Profit ergeben kann. Normalerweise werden die restlichen Kosten über den Verkauf der Lizenzen wieder eingenommen. Doch dieses Konzept scheint immer schwerer aufzugehen und der Wettbewerb wird zunehmend härter, die Konsolen durch mehr Multimedia und Media Center-Funktionalität immer komplizierter.
Die Situation für Microsoft ist der von Sony sehr ähnlich. Dabei belaufen sich die Verluste seitens Microsoft insgesamt auf über sieben Milliarden US-Dollar, allerdings seit Beginn des Konsolengeschäfts. Bei Sony sind die sie seit der Markteinführung 2006 mit über 3,3 Milliarden US-Dollar zu beziffern. Eine entsprechende Börsenmeldung erging vor wenigen
Tagen.
Vor allem der Preis schreckt die Kunden ab und so greifen viele zu günstigeren Alternativen. Ganz vorne im Trend liegt die Nintendo Wii. Neben dem geringeren Einstiegspreis von unter
250 Euro ist es vor allem die Vielseitigkeit und der Spaßfaktor, der die Wii zum Marktführer gemacht hat.
[dk]