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 NVIDIA gibt weitere Informationen zu Fermi bekannt

Grafik | 16.11.2009, 18:19
Auf der aktuell in Portland stattfindenden Supercomputing-Konferenz hat NVIDIA mittlerweile einige weitere sehr intessante Details zu ihren Profigrafikkarten auf Fermi-Basis bekannt gegeben. Liest man zwischen den Zeilen, kann man daraus jedoch auch ein paar neue Informationen über die kommenden GeForce-Grafikkarten für Desktop-Systeme ableiten.

Für den Desktop-Markt kann man beispielsweise aus den Spezifikationen der Profibeschleuniger Tesla C2050 und C2070 die möglichen Taktfrequenzen sowie den Energiebedarf abschätzen. So gibt NVIDIA für diese beiden Modelle eine mittlere Leistungsaufnahme von 190 Watt und einen maximalen Energiebedarf von 225 Watt an, womit wohl auch die ersten Desktop-Beschleuniger in diesem Bereich liegen werden. Die GT200-basierte Tesla-Grafikkarte C1060 wird hingegen mit maximal 188 Watt spezifiziert, womit Fermi wohl geringfügig mehr Enerie benötigen wird als der GT200-Chip. Zwei 6-polige-Stromanschlüsse sind also mindestens Pflicht.

Bild: NVIDIA gibt weitere Informationen zu Fermi bekannt

Aus einer maximalen Rechenleistung von 520 bis 630 GFlop/s bei doppelter Genauigkeit und der Information, dass die Fermi-GPU 256 FMA-Operationen pro Taktzyklus ausführen kann, ergibt sich somit ein Shadertakt von 1,23 GHz. Auch damit steht man geringfügig schlechter dar, als beim GT200-Chip, der mit bis zu 1,3 GHz in den Tesla-Grafikkarten zu finden ist. Bei den Desktop-Pendants kann man allerdings davon ausgehen, dass der Shadertakt etwas höher angesetzt wird. Wer jedoch mit 2 GHz oder Vergleichbarem gerechnet hat, wird nun auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Mit drei bis sechs Gigabyte GDDR5-Arbeitsspeicher bekommen die Tesla-Modelle zudem eine ganze Menge an Speicher zur Seite gestellt, wobei die ECC-Fehlerkorrektur sich bis zu 0,75 GB abknapst. Gut möglich, dass das Desktop-Flaggschiff ebenfalls mit drei Gigabyte aufwarten kann, zum 512 Bit breiten Speicherinterface würde es auf jeden Fall passen.

Neben den beiden Tesla-Varianten zum Einbau in gewöhnliche Rechner wird NVIDIA auch wieder zwei Rack-Versionen anbieten. Diese verbrauchen mit maximal 1.200 Watt entsprechend mehr, besitzen dafür jedoch auch bis zu vier Fermi-GPUs und leisten somit bis zu viermal mehr als eine Tesla C2070.

Bild: NVIDIA gibt weitere Informationen zu Fermi bekannt

Da die Taktraten somit in etwa auf dem Niveau der Vorgängerversion liegen dürfte Fermi auch im Desktop-Segment deutlich zulegen und bis zu doppelt so schnell sein, wie gleichgetaktete GT200-Modelle. Pi mal Daumen ergibt sich somit eine Performance auf Augenhöhe der GeForce GTX 295. Bis man diese Grafikkarten jedoch käuflich erwerben kann muss man sich noch in Geduld üben, denn die Desktop-Modelle kommen frühestens im ersten Quartal 2010, die Tesla-Ableger sogar erst im zweiten Quartal 2010. Darin dürfte wohl auch der Grund für die Informationsfreude von NVIDIA begründet sein, denn so kann man die Anwender vielleicht doch noch überzeugen auf Fermi zu warten.
[fo]





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