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Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze

Mobile | 18.11.2009, 21:34
In einer Erhebung mit 30.000 Notebooks und Netbooks wurde festgestellt, dass jedes dritte Gerät nach Jahren defekt ist und jedes fünfte Notebook innerhalb dieses Zeitraumes nicht mehr vollständig funktioniert. Deutliche unterschiede ließen sich sowohl in den verschiedenen Preisklassen feststellen, aber auch direkt zwischen den neun ermittelten Herstellern. Am besten schnitten demnach ASUS und Toshiba ab, bei denen nach 3 Jahren nur 15 Prozent der Geräte eine Fehlfunktion vorwiesen, während die Fehlerquote mit über 25 Prozent beim weltweit größten Hersteller Hewlett-Packard am schlechtesten ist. Nach 2 Jahren – was in Deutschland die übliche Gewährleistungsdauer ist – befinden sich die Fehlerraten zwischen 10 und 16 Prozent.

Im vorderen Mittelfeld befinden sich weiterhin Sony, Apple und Dell. Lenovo, Acer und Gateway fallen ebenfalls mit überdurchschnittlichen Fehlfunktionen auf.

Interessant ist weiterhin der Unterschied zwischen Netbooks, Einsteiger-Notebooks und Premium-Geräten. Während bei Netbooks jedes vierte Gerät nach 3 Jahren Fehler aufweist, sinkt die Quote bei Einsteigerlaptops auf jedes fünfte Modell bzw. 20,6 Prozent und bei Premium-Geräten noch einmal auf 18,1 Prozent.

Bild: Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze
Quelle: SquareTrade


Wie das Unternehmen SquareTrade erklärt, wurde diese Einteilung der Geräte auf Basis des Preises vorgenommen, sodass in die Kategorie Netbooks alle Laptops fallen, die unter 400 US-Dollar kosten, Premium-Notebooks kosten über 1000 US-Dollar. Damit lässt sich zumindest direkt erkennen, dass die Lebensdauer der empfindlichen Geräte direkt vom Preis abhängt. Je teurer das Modell ist, desto größer ist tendenziell auch die Chance, dass das Notebook nicht in den ersten drei Jahren Fehler aufweist.

Erklären lässt sich dieses Ergebnis wohl nicht zuletzt mit dem enormen Preisdruck zwischen den Herstellern, der besonders im unteren Preisbereich zum Einsatz sehr billiger und geringwertiger Komponenten zwingt, die besonders bei regem Gebrauch eher ausfallen.

Berücksichtigen muss man in diesen Daten aber zwei wichtige Umstände. Zunächst ist SquareTrade kein Unabhängiger Beobachter, sondern ein Unternehmen, dass vom Verkauf von Garantien für ebendiese Geräte wie Notebooks lebt. Weiterhin wurden in der Statistik lediglich die Fälle berücksichtigt, die direkt an SquareTrade gemeldet wurden, sodass Software-Fehler, die per Update behoben werden konnten oder Fehler, die durch einen Händler ausgebessert wurden, nicht in den Daten wiedergegeben werden.

Wenn man beide Faktoren berücksichtigt, könnte man vermuten, dass sich das Bild in der Realität noch verschiebt – je nachdem, ob der Hersteller starke Kooperationen im lokalen Händlerumfeld pflegt, die viele Ansprüche bereits direkt klären.

Hinzu kommt, dass SquareTrade natürlich an möglichst hohen Fehlerraten interessiert ist, um den Bedarf für zusätzliche Garantien für die Elektronik zu wecken.
[rl]







Stichworte zur Meldung: Defekt Qualität Reparatur Gewährleistung Netbook Notebook
 
5 Kommentare

Re: [News] Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze

crishan
(vom 18.11.2009 um 22:26)

Drollig auch, dass sich kaum eine Übereinstimmung mit den jährlich stattfindenden Umfragen der c't
zur Notebook- und Notebookservicequalität findet (neben der Servicequalität ermittelt die c't in ihrer
nicht repräsentativen Umfrage auch immer, was am Notebook kaputtgeht).

Der Service-Katastrophen-Spitzenreiter soll nun plötzlich die qualitativ besten Notebooks bauen?
Hmmmmm    :o  ???  ::)

Re: [News] Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze

Gast
(vom 19.11.2009 um 13:02)
wenn asus an der qualitativen spitze bei notebooks stehen sollte,
ist dies ein grund, überhaupt keines zu kaufen. 

Re: [News] Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze

TheWizard
(vom 19.11.2009 um 13:55)

Die letzten Sätze im Artikel schreiben es ja auch schon: die Quelle ist ein Unternehmen, das ein Interesse an vielen Garantiefällen hat. Sie werden also Angst schüren, damit viele Kunden eine Garantie-Versicherung abschließen.

Und dass Netbooks früher Schäden aufweisen liegt sicher auch am Nutzungsprofil: die werden in der Bahn, beim Starbucks und im Stadion genutzt. Dort fallen sie, haben Kontakt zu Kaffee und Bier und werden schon mal in der Frauenhandtasche mit spitzen Gegenständen malträtiert.
Insofern wundert mich das gar nicht.

Re: [News] Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze

Dennis
(vom 19.11.2009 um 13:56)

Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälschst hast.

Also ich glaube nicht dass wenn mein NB am Mittwoch streikt ein Techniker von ASUS am nächsten Tag zu mir kommt und das Dingen repariert ;D

Aber es ging ja auch nur um die HW Quali und nicht um den Service.

Re: [News] Erhebung zur Qualität von Notebooks sieht ASUS und Toshiba an der Spitze

crishan
(vom 19.11.2009 um 15:50)

Ich hab mir das noch mal genauer angeguckt...

Dass dieses Utnernehmen sogenannte "erweiterte Garantien" verkauft, wurde ja schon geschrieben. Nur: Dazu gehören eben
auch Dinge wie das Verschütten von Kaffee, Unfälle wie das runterfallen lassen vom Tisch usw. Ca 10% der Rechner in
der Umfrage haben solche Schäden erfahren...allgemeine Hardware-Fehler waren bei ca. 20% vorhanden.
Wer also schusselig mit seiner Technik umgeht, verursacht solche Fehler, nur sagt das überhaupt nichts
über die egtl. Notebookqualität aus, allerhöchstens, dass viel in den Endkunden-/Retailmarkt verkauft wird
und der nächste Kaffeebecher nicht weit ist  :o

Auch fehlen meines Wissens genauere Daten zu den Fehlerarten...meistens ist es das Motherboard (jedenfalls in den
c't-Umfragen), aber wenn es um austauschbare Komponenten wie z.B. Festplatten geht, dann verfälscht es meiner
Ansicht nach schon die Daten (bzw. sollte dies anhand der Daten auch aufgedröselt werden).
Da bleibt natürlich die Frage, sieht man das Notebook inkl. der HD als Gesamtprodukt, oder trennt man auf?
Eine von Anfang an durch z.B. einen Serienfehler kaputte HD-Baureihe sagt ja nichts über Verarbeitungsqualität
des Motherboards-/Rechnergehäuses etc. aus.

Außerdem geben die nur eine Gesamtgröße der Stichprobe an mit ihren 30000 Stück, unterlassen es aber,
hier nun zu trennen nach Notebookkategorie (Netbook, Retail-Einsteiger/Retail-Premium/Profigerät etc.)
Auch die c't hat eine zeitlang diesen Fehler gemacht, so war es zunächst für HP-Compaq-Firmenkunden unverständlich,
wieso deren Notebooks einen so schlechten Service haben sollten, bis einmal herauskam, dass einfach alle
HP Pavilion-Retail-Schleudern und deren erheblich schlechterer Service zusammengerechnet wurden.

Im Grunde sind diese Daten nur Werbung für die erweiterten Garantien...Grob kann man sich merken, dass
bei unsachgemäßer Behandlung (=Starbucks-Becher neben dem Notebook ;D ) sich eine 10% Chance ergibt,
dass das Notebook in den ersten 3 Jahren einen Schaden haben wird (die 'accidents' bei denen).
Zweitens, dass billige Maschinen durch billigere Materialien öfters ausfallen können.
Die Zahlen nach Hersteller finde ich dabei längst nciht so aussagekräftig, wie man das gerne mitteilen
möchte  ::)