Auf der SuperComputing-Konferenz in Portland demonstrierte nicht nur NVIDIA seine neuen
Tesla-Grafikkarten auf Fermi-Basis. Auch Intel bemühte sich Larrabee besonders gut aussehen zu lassen und führte vor den Augen der Öffentlichkeit einen Benchmark basierend auf einer Matrix-Matrix-Multiplikation in einfacher Genauigkeit aus. Mit 80 Kernen und einer Übertaktung knackte man dabei immerhin die 1-Teraflop-Marke.
1 TFlop/s klingt dabei zunächst einmal eher wenig, kann eine Radeon HD 5870 doch eine theoretische Rechenleistung von 2,7 TFlop/s aufweisen. Allerdings handelt es sich bei dem Wert für Larrabee um einen Wert aus der Praxis und hier steht die Grafikkarte von AMD mit schätzungsweise 1,2 TFlop/s auch nicht viel besser da.
Wie
The Register berichtet benötigt Larrabee dafür jedoch 80 Kerne und eine Erhöhung des aktuellen Standardtaktes. Die Kernzahl liegt dabei weit über dem was Intel bisher nach außen kommunizierte. So ging man bisher von 32 bis maximal 48 Kernen aus. Dennoch scheint Intel nun offenbar doch für die Verkaufsversion von Larrabee bis zu 80 Kerne einzuplanen. Die finalen Taktraten sollen zudem auf dem Niveau der erhöhten Frequenzen während des Benchmarks liegen.
Fraglich ist allerdings wie Intel satte 80 Kerne mit Hilfe der 45-nm-Fertigung in einem Chip unterbringen will. Selbst in der kommenden 32-nm-Fertigung scheint das Vorhaben noch recht gewagt. Ein kleiner Chip wird das Topmodell somit definitiv nicht und wie es dann um die Kühlung respektive Leistungsaufnahme bestellt ist? Darüber wollen wir an dieser Stelle lieber einmal nicht nachdenken.
[fo]