Obgleich die Verfügbarkeit der größeren Radeon HD 5000-Modelle weiterhin als miserabel bezeichnet werden muss, gibt es laut AMD keinerlei Absichten einen weiteren Fertigungspartner mit ins Boot zu nehmen. Entsprechend
äußerte sich Senior Vice President Rick Bergman gegenüber dem Portal
DigiTimes. Allerdings sprach er auch durchaus optimistische Ziele im Bereich des Chipsatzmarktes für AMD-Prozessoren an.
Das Ziel AMDs sei es 100 Prozent Marktanteile bei Chipsätzen für AMD-Prozessoren zu erreichen. NVIDIA halte hier aktuell noch 43 Prozent. Das bezieht der AMD-Vize auf alle Sektoren – vom Server-Bereich, über den Desktop-Bereich bis hin zum Notebook-Segment.
Diese Ziele sollen durch bisher gelegte Grundsteine, insbesondere aber durch die kommenden Neuerscheinungen in den folgenden beiden Jahren erreicht werden. So soll es im High-End-Desktop-Bereich die für 2010 geplante LEO-Plattform mit RD890/SB850-Chipsatz richten, im Mainstream-Bereich die Dorado-Plattform mit RS880P/SB810-Chipsatz. 2011 sollen Scorpius (High-End) und Lynx (Mainstream) noch einmal nach legen und die passenden Untersätze für die in 32 nm gefertigten Prozessoren darstellen.
Im Notebook-Bereich soll die Danube-Plattform 2010 für weitere Marktanteile sorgen, welche bis zu 4-CPU-Kernen unterstützt und mit der
Mobility-Serie der HD 5000-GPUs ausgerüstet sein wird. Für Ultra-Thin-Notebooks erscheint Anfang 2010 die Nile-Plattform für die 45-nm Geneva CPUs.
Der versprühte Optimismus für das Chipsatz Geschäft ist nicht einmal soweit von der Hand zu weisen. Einzig wirklicher Kontrahent auf diesem Sektor ist NVIDIA und seitens dieses Mitbewerbers ist schon sein Monaten keine Gefahr durch neu angekündigte Produkte ausgegangen. Dass sich NVIDIA aus dem Chipsatz-Geschäft für Intel-Prozessoren
zurückzieht zurück zieht (aus Lizenzrechtlichen Gründen) wurde mehrfach berichtet, allerdings gab es auch
Spekulationen darüber, dass NVIDIA sich auch aus dem Chipsatz-Geschäft für AMD-Prozessoren zurück zieht.
NVIDIA hatte hingegen geäußert, dass man auch weiterhin Produkte für diesen Bereich anbieten werde, wenn der Markt es denn verlangt. Bislang ist das NVIDIA-Angebot für AM3-Plattformen beispielsweise eher dünn aufgestellt, was möglicherweise am fehlenden Support seitens der Partner liegt, möglicherweise aber auch am besseren Angebot von AMD. Sollte AMD Recht behalten, dürfte man über kurz oder lang ausschließlich noch AMD-Prozessoren in Verbindung mit AMD-Chipsätzen im Markt antreffen. Damit wäre dann eine der Strategien bzw. erwarteten Erfolge durch die Übernahme von ATI vor Jahren aufgegangen.
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