Der Markt für Grafikchips wuchs 2009 um 14 Prozent und entwickelte sich besser als von Analysten erwartet. Besonders Intel konnte durch den Netbook-Boom mit der Atom-Plattform profitieren und steigerte seinen Anteil am Grafikmarkt 55,2 Prozent. AMD gelang es, den Anteil mit 19,9 Prozent vergleichsweise konstant zu halten, während NVIDIA deutliche Verluste hinnehmen musste. In Stückzahlen betrachtet, gelang es jedoch allen drei Herstellern deutlich zuzulegen.
Die Marktstatistik von Jon Peddie Research gibt für Intel ein Wachstum bei den verkauften Grafikchips von 114,7 Prozent an, während AMD mit einem Plus von 91,5 Prozent die abgesetzten Stückzahlen fast verdoppeln konnte. NVIDIA verbesserte die Absatzrate lediglich auf 47,3 Prozent und blieb damit als einziger unter dem Branchenschnitt. So gibt JPR ein Gesamtwachstum beim Grafikchip-Volumen für das vierte Quartal 2009 im Vergleich zu Q4 2008 von 85,7 Prozent an.
Zahlen von Jon Peddie Research
Für die Entwicklung bis 2011 erwarten die Analysten insgesmt ein Volumen von 600 Millionen Grafikeinheiten. Während 2008 noch 373 Millionen Stück und 2009 etwa 426 Millionen Stück verkauft wurden, soll 2010 das Wachstum rapide ansteigen. Ein Grund dürfte wohl der wachsende Markt für mobile Endgeräte sein. Ob sich allerdings das prognostizierte Rekordwachstum von fast 28 Prozent bewahrheiten wird, lässt sich zu diesem Zeitpunkt kaum beurteilen. Selbst in den Boom-Jahren um 2000 betrug das Wachstum lediglich 20 Prozent, obgleich zu dieser Zeit die Nutzerbasis weltweit deutlich kleiner war.
Zahlen von Jon Peddie Research
Zahlen von Jon Peddie Research[rl]