Der Speicher-Hersteller OCZ will noch im März erste Solid State Drives der Vertex-2-Serie mit SandForce-Controller vorstellen. Geplant sind laut aktueller Roadmap derzeit drei Modelle für den Performance- und Enterprise-Markt auf Basis von SLC- bzw. MLC-Flash-Speicher. Weiterhin stehen erste SSDs für PCI-Express in der Warteschlange, die eine Performance bis zu 1,5 GB/s erreichen sollen.
Im Performance-Segment setzt OCZ dabei auf die Vertex 2 mit SandForce-1200-Controller und SATA-II-Interface, während im Enterprise-Markt die Vertex 2 Pro mit SandForce-1500-Controller und MLC-Speicher sowie die Vertex 2 Pro EX mit SLC-Speicher starten werden. SLC-Speicher verspricht durch den einfacheren Aufbau der Speicherzellen höhere Schreibperformance gegenüber dem komplexeren aber im Verhältnis zur Kapazität betrachtet günstigeren MLC-Speicher.
Die beiden SandForce-Chips unterscheiden sich insbesondere durch ihre Performance, die beim SF-1500 bei maximal 250 MB/s und 30.000 IOPS sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen rangiert. Der SF-1200 schafft schreibend hingegen nur 10.000 IOPS bei gleicher maximaler Schreibgeschwindigkeit. Dadurch dürfte aber besonder unter hoher Aktivität beim Zugriff auf die SSD die Performance eher einbrechen, weshalb der Contoller im Enterprise-Markt wohl auch nicht zu finden ist.
Ansonsten ist der Funktionsumfang bei der Controller recht ähnlich. Integrierte AES-Verschlüsselung, zahlreiche Technologien für effizentes Speicher-Management unter denen wohl "DuraWrite" besonders erwähnenswert ist. Dieses Feature ist wohl vergleichbar mit dem TRIM-Support und verspricht über die gesamte Lebensdauer der SSD eine anhaltend konstante Performance.
Im Unterschied zum SF-1500 verspricht SandForce allerdings beim SF-1200 eine geringere Leistungsaufnahme von nur 550 mW gegenüber 950 mW, was ihn auch für den Einsatz in mobilen Geräten empfiehlt.
Neben den neuen SandForce-Modellen der Vertex-2-Serie verspricht OCZ auch zahlreiche weitere Solid State Drives mit dem Indilinx-Controller, der überwiegend im Performance-Segment und im Mainstream-Bereich zu finden sein wird. Beispielhaft seien hier neue Modelle der Agility-Serie sowie später auch eine "Vertex Turbo"-Version genannt. Konkrete Spezifikationen zu den Modellen liegen allerdings noch nicht vor.
High-Performance-SSDs mit PCIe-Interface
Bisher eher unbekannt sind die geplanten Solid State Drives der zweiten Generation mit PCI-Express-Interface. Sie sollen eine Performance erreichen, die klassische SATA-II-Modelle bisher nicht erbringen konnten und damit besonders im professionellen Umfeld für neue Käuferschichten sorgen.
OCZ setzt dabei auf die Z-Drive-Serie. Sie bietet eine Speicherkapazität von bis zu 1.000 GB und soll je nach Modell Schreibgeschwindigkeiten zwischen 230 MB/s und 1.500 MB/s erreichen. Dafür arbeiten unter der Haube zwischen 4 und 8 Flash-Controller im RAID-Verbund. Auf diese Weise lassen sich die Limitierung der maximal ansprechbaren Speicher-Chips aufheben und größere Kapazitäten ermöglichen. Zusätzlich kommt der typische Vorteil von RAID-Verbünden zum Tragen – die Bandbreite lässt sich deutlich erweitern.
Neu ist das Konzept zwar nicht und kommt schon seit einiger Zeit auch in klassischen SATA-II-Modellen zum Einsatz. Die deutlich höhere Bandbreite des PCI-Express-Busses beschränkt jedoch nicht mehr und bietet damit zusätzlichen Raum für höchste Leistung. Geplant sind Modelle mit vier oder acht Controllern für PCIe x1, x4 und x8. Erste SSDs sollen noch in diesem Quartal vorgestellt werden, weitere folgen im Laufe des Jahres.
Für klassische Home-User dürften die Laufwerke trotz ihrer Leistugnsdaten kaum interessant sein. Im Preisvergleich starten die
Z-Drive-Angebote bei 900 Euro und schießen bis in Bereiche jensseits von 4.000 Euro hinauf.
[rl]