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NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor

Grafik | 09.02.2010, 18:00
Vor wenigen Tagen kamen die erste Informationen auf, dass NVIDIA heute ein Remake seiner HybridPower-Technolgie in Form der Optimus-Technik vorstellen möchte. Auf den ersten Blick sind sich die beiden Entwicklungen dabei sehr ähnlich, ermöglichen doch beide das Abschalten einer diskreten Grafikkarte bei gleichzeitiger Verwendung einer entsprechenden Chipsatz-Grafikeinheit. Unter der Haube hat sich jedoch einiges verändert.

Die augenscheinlichste Neuerung erkennt man dabei nicht von außen, denn dafür muss das entsprechene Gerät im Betrieb sein. Bei den ersten Hybrid-Grafik-Ansätzen musste der Nutzer manuell zwischen den unterschiedlichen Geräten mit Hilfe der Energieoptionen von Windows umschalten und beobachtete dabei mitunter ein längeres Bildschirmflackern. Dieses war den zahlreichen Multiplexern geschuldet, die die Grafikausgabe von der Chipsatzgrafik auf den dedizierten Beschleuniger umschalten. Weiterhin waren besondere Treiber von Nöten, da Windows Vista nur einen Grafiktreiber im System duldete bzw. duldet.

Bild: NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor


Mit Optimus setzt NVIDIA voll auf Windows 7 und ermöglicht es somit, dass zwei Grafiktreiber gleichzeitig aktiv sind. Der NVIDIA-Treiber erkennt dabei, ob eine Anwendung den dedizierten Beschleuniger benötigt, oder ob die integrierte Grafikeinheit ausreicht. Außerdem sind die Umschaltvorgänge nun flackerfreie, da die Grafikausgänge nun nicht mehr über Multiplexer umgeschaltet werden müssen. Stattdessen sind die Ausgänge bei Optimus-Geräten fest mit der integrierten Grafikeinheit verbunden. Ist der dedizierte 3D-Beschleuniger aktiv, so kopiert dieser einfach sein Bild in den Bild-Speicher der integrierten Einheit, welche dann die Ausgabe übernimmt. Das Kopieren der Bildschirminhalte übernimmt dabei eine spezielle Funktionseinheit der dedizierten Grafikkarte, so dass es zu keinen Leistungseinbußen kommen sollte.

Um ein automatisches Umschalten zu ermöglichen werten der Treiber alle DirectX- und CUDA-Funktionsaufrufe aus und gleicht die Ergebnisse mit vordefinierten Profilen ab um danach entwender den zusätzlichen 3D-Chip zu aktivieren oder zu deaktivieren. Problematisch an den Profilen ist allerdings das für neue Anwendungen neue Profile notwendig sind. NVIDIA verspricht zwar diese regelmäßig zu aktualisieren, doch die Frage ist wie regelmäßig regelmäßig ist. Treiber-Updates für Notebook-Grafikkarten gibts es schließlich auch regelmäßig, aber dennoch zu selten.

Bild: NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor


Das Umschalten soll zudem in Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit der Chipsatzgrafik erfolgen. So gibt NVIDIA an, dass bei der Blu-Ray-Wiedergabe der zusätzliche 3D-Beschleuniger in Zusammenspiel mit einer Intel GMA HD nicht aktiv ist, wohingegen dieser bei einem Atom-Prozessor der Serie N4xx aktiviert wird.

Auf der iGPU-Seite unterstützt Optimus Intels Arrandale-Prozessoren, also die mobilen Clarkdale-Pendants, die ebenfalls die intergrierte Grafikeinheit GMA HD besitzen, die neuen Atom-Modelle der N400-Reihe sowie alle mobilen Penryn-Ableger bzw. deren Grafikchipsätze. Auf Seite der diskreten Grafikbeschleuniger werden NVIDIAs GeForce-300M- und GeForce-200M-Serie sowie ION 2 unterstützt. Wie man an Hand der hier genannten Grafikbeschleuniger erkannt, werden aktuell nur Notebooks von der Optimus-Technologie profitieren – in Zukunft sollen allerdings auch All-in-One-Geräte davon profitieren. Wünschenswert wäre natürlich, wenn man auch für Desktop-Beschleuniger diese Möglichkeiten offerieren würde. Geplant ist dies aktuell aber nicht.


[fo]







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18 Kommentare

Re: [News] NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor

Peter
(vom 09.02.2010 um 19:24)

hört sich vielversprechend an - mal sehen, ob NVIDIA es jetzt dauerhaft umsetzen kann oder wieder zurück rudern muss.

Re: [News] NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor

Fabian O
(vom 09.02.2010 um 19:52)

Jupp. Bin auch mal gespannt was von der Konkurrenz kommt. Vielleicht schafft es so eine Technologie ja doch noch in Desktop-Rechner. So ein Clarkdale mit ner fetten Graka könnte somit einerseits sehr sparsam und aber auch Spiele tauglich sein. Ich sollte nicht so viel träumen  ;D

grüße
Fabian

Re: [News] NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor

Owen
(vom 09.02.2010 um 21:18)

Wenn die Entwicklung bei den dedizierten Grafikkarten so weiter geht, dann ist das feature bald unnötig. Ich mein was braucht den ne HD5XXX im 2D-Modus. Bei Gaming-Rechnern brauchen die Lüfter ja schon fast mehr und in den HTPCs sind die Idle-Werte fast verschwindent gering. Aktuell sehe ich einfach die Netzteile als die Komponente mit dem größten Sparpotenzial, weil die Wirkungsgrade bei Entnahmen von unter 100Watt immernoch verdammt mies sind.

Re: [News] NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor

Peter
(vom 09.02.2010 um 21:28)

Owen, die Stromfresser sind nach wie große Grafikkarten. Nun stell dir einfach mal vor, dass es möglich wäre eine GTX 285 oder eine HD 5870 im System zu haben, die nix tut außer schlafen, bis du ihr sagst: eh, lass uns spielen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Re: [News] NVIDIA stellt Optimus-Technik für hybride Grafikkarten vor

JTK84
(vom 10.02.2010 um 01:19)
Was soll daran jetzt so toll sein? Ist halt ne Automatisierung des Vorgangs. Aber braucht man das wirklich? Bei mir funktioniert das manuelle Umschalten zwischen HD 3200 und 4330 ohne Probleme.

Wie groß ist eigentlich der Overhead, der durch die Überwachung entsteht?

MFG JTK