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Intel erweitert SSD-Angebot und plant Modelle mit 600 GB

Storage & Speicher | 22.02.2010, 13:01
Intel will im Laufe des Jahres das Angebot an Solid State Drives deutlich ausbauen und die maximale Kapazität der Flash-Laufwerke verdoppeln. Während im Enterprise-Geschäft neue Modelle mit bis zu 400 GB Speicherkapazität auf dem Plan stehen, sollen für Desktop-Systeme zusätzliche SSDs eingeführt werden, die bis zu 600 GB Daten erfassen.

Im Profigeschäft ist die neue Serie Lyndonville im Gespräch, die in vier Versionen mit 100 GB bis 400 GB erscheinen soll und womöglich die aktuelle X25-E-Generation ersetzt. Wie Quellen den X-bit labs weiterhin verrieten, sollen die neuen Laufwerke dann nicht mehr auf den schnellen SLC-FLash-Speicher (Single Level Cell) setzen sondern mit MLC-Speicher (Multi-Level-Cell) ausgeliefert werden, der derzeit mit einer Strukturgröße von 34 Nanometern produziert wird. Offenbar sieht Intel bei den Controllern für die SSDs den technischen Stand weit genug fortgeschritten, um die Nachteile von MLC-Flash bei Performance und Lebensdauer auch im Highend-Markt auszugleichen. Dort kam bisher fast ausschließlich SLC-Flash-Speicher zum Einsatz.

Im Mainstream-Geschäft scheint Intel unter der X25-M-Serie in Zukunft eine noch günstigere Ebene anbieten zu wollen, die unter dem Namen X25-V für Value auf den Markt kommen soll. Die X25-M-Serie wird dann 20-nm-MLC-Flash des eigenen Joint-Ventures IM Flash mit Micron verwenden und je nach Modelle 160 GB, 300 GB oder 600 GB Speicherplatz bieten. Die kleineren X18-M-Modelle sollen mit 160 GB und 300 GB ausgestattet werden, während Intel die X25-V mit 80 GB bestückt.

Offizielle Informationen zu diesen Plänen sind derzeit allerdings noch nicht verfügbar. Die X-bit labs sprechen von einem Start der neuen Produkt-Generationen im vierten Quartal diesen Jahres. Bis dahin dürften auch die stattlichen Preise für die aktuellen Postville-Modelle noch einmal sinken.

Für 2011 könnte mit diesen Aussichten die SSD endlich für eine deutlich breitere Nutzerbasis erschwinglich werden. Derzeit schlagen 320 GB für die X25-M mit rund 1000 Euro zu Buche, 80 GB mit etwa 190 Euro. Spekuliert man, dass Intel den Maximalpreis bei 1000 Euro in etwa beibehält, darf man fast schon auf eine Halbierung der Preise im unteren Bereich hoffen, was die Value-SSD mit 80 GB in den Massenmarkt-tauglichen Bereich unter 100 Euro drücken würde. Man darf also höchst gespannt sein.
[rl]







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