Der Suchmaschinen- und Portalbetreiber Yahoo hat seine wichtigsten Geschäftsbereiche unter der Führung von David Karnstedt
zusammen, der bisher den Anzeigenbereich leitete. Die Werbesparte sorgt für rund 80 Prozent des Umsatzes und kam zuletzt besonders in den USA durch die herbe Konkurrenz unter Druck. So zeichnet sich nicht nur Google für schrumpfende Marktanteile verantwortlich, sondern auch Community-Projekte wie MySpace oder der Informationsdienstleister News Corp zweigen ihren Teil ab.
Nachdem erst kürzlich Gründer Jerry Yang wieder an die
Konzernspitze getreten ist, um das Unternehmen noch wettbewerbsfähiger zu machen, zeigen sich nun erste Änderungen in der Struktur. Zudem arbeitet Yahoo seit geraumer Zeit an einer neuen Werbeplattform
Panama, die den Umsatz in Schwung bringen soll. Ansonsten erhofft man sich besonders durch die Community-Bewegung des "Web-2.0" und die enorme Nutzerbasis durch Yahoo Mail und die Fotobörse Flickr in Zukunft weitere Zugkraft. Hier bleibt abzuwarten, wie weit man in der Lage ist, die vielen Dienste unter einem Dach komfortabel anzubieten und zu vernetzen.
Google geht diesen Weg ebenfalls erfolgreich und erweitert sein Angebot stetig durch aufsehenerregende Zukäufe, wie etwa mit dem Video-Portals YouTube, die dann Schrittweise in das Gesamtkonzept der Suche integriert werden.
[rl]