OCZ ist schon seit längerem erfolgreich im aufstrebenden Markt der SSD-Speicherlösungen vertreten und nutzt nun die CeBIT, um die schnelleren Nachfolger der Vertex- und Agility-SSD-Familien vorzustellen. Dabei setzt das Unternehmen vermehrt auf die aktuellen Controller von Sandforce.
Sowohl die "Agility 2" als auch die "Vertex 2" sind im Performancebereich angesiedelt. Beide Produktlinien setzen auf den Sandforce-1200-Controller und MLC-Speicher. Mit Größen von 50, 100, 200 und 400 GB sind beide Produktreihen in der Größe sehr variabel aufgestellt. Die sequentiellen Schreibraten betragen bei der Vertex 2-Familie 280 MByte/s lesend und 270 MByte/s schreibend und unterscheiden sich damit nur unwesentlich von den Werten der Agility 2-Modelle. Dort liegen sie bei 275MByte/s lesend und 265 MByte/s schreibend. Zu Beachten wäre dabei, das OCZ die Werte zumindest für die Vertex 2 noch nicht als final sieht (siehe Bildergalerie).
Neue OCZ SSDs (3 Bilder)- http://ht4u.net/news2/news_images/OCZ_Vertex2.jpg
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Preislich wird die Agility 2 spürbar unter den Vertex 2-Modellen angesiedelt werden. Der Vorteil der Vertex 2 soll dabei bei einer höheren Anzahl von Random Write IOPS (Input/Output operations Per Second) liegen, ein Wert der besonders für die Schreibgeschwindigkeit von kleinen Dateien im Alltagsbetrieb relevant ist. Bei einer Blockgröße von 4KByte sollen Agility 2-SSDs 10.000 Random Write IOPS bieten und Vertex 2-Modelle 20.000 IOPS. An dieser Stelle wunderten wir uns etwas, schliesslich gibt Sandforce in seinen
Informationen zu dem verwendeten Sandforce-1200-Controller maximal 10.000 Random Write IOPS an. OCZ bestätigte uns im Gespräch, dass nicht etwa zwei interne Controller in einen RAID0-Modus geschaltet wurden, sondern dass die unterschiedlichen Maximalwerte durch unterschiedliche Messmethoden bei OCZ und Sandforce zu Stande kommen.
Ebenfalls wurde die neue "Vertex 2 EX" gezeigt. Die Übertragungsraten dieses Modells sind ähnlich der Vertex 2, jedoch wird hier teuerer SLC-NAND-Flash verbaut, wodurch die Performance beim Schreiben kleinerer Dateien nochmals höher sein soll. Dementsprechend richtet sich dieses Produkt eher an das Enterprise-Segment und ist in Größen bis maximal 200 GB erhältlich.
Ein Flaschenhals, der sich derzeit generell für alle über SATA angeschlossenen SSDs auftut, ist die "SATA 3.0 Gbit/s"-Spezifikation, welche theoretisch maximal 300 MByte/s übertragen kann. Die oben genannten maximalen Übertragungswerte liegen da bereits sehr nah daran und es stellt sich die Frage, ob die SSDs bereits hierdurch ausgebremst werden. OCZ orientiert sich zur Lösung dieses Problems nach eigener Aussage in Zukunft an „SATA 6Gb/s“ und weniger an USB 3.0.
[ri]