Nach ASUS und Gigabyte hat auch MSI sein erstes Mainboard mit AMDs neuen 890GX-Chipsatz vorgestellt. Der Haupteinsatzzweck des 890GXM-G65 dürften wohl HTPCs sein, was angesichts der technischen Ausstattung und des mATX-Formats nachvollziehbar erscheint. Neben Bauteilen nach Militärstandards bietet die Platine ebenfalls USB 3.0 sowie einen Steckplatz für ein Trusted Platform Modul.
Nachdem wir in den letzten Wochen über einige Hauptplatinen mit dem 890GX von anderen Herstellern, wie
ASUS,
Gigabyte und
Biostar berichten konnten, erschien pünktlich zum offiziellen Start des 890GX ein erstes Board von MSI mit AMDs neuen Chipsatz. Entgegen anderer Hersteller setzt MSI beim
890GXM-G65 auf den mATX-Formfaktor. Damit ist der Betrieb auch in kleineren Gehäusen möglich. Die Neuerungen des 890GX-Chipsatzes haben wir in
unserem Test unter die Lupe genommen.
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MSI hebt bei dem 890GXM-G65 die Verwendung von Kondensatoren und Drosseln nach militärischen Standards hervor, die eine hohe Haltbarkeit und Systemstabilität versprechen. Weiterhin bietet das Mainboard mit der
OC Genie Lite Technology eine Übertaktungsfunktion im BIOS, mit der die CPU und IGP um 15 Prozent übertaktet werden können - automatische Spannungsanpassungen mit inbegriffen. Wie immer ist diese Funktion somit eher mit Vorsicht zu genießen.
Die restliche Ausstattungen weist keine größeren Abweichungen zu den 890GX-Hauptplatinen anderer Hersteller vor. Auf dem AM3-Sockel lassen sich CPU mit einer TDP von 140 Watt sowie maximal 16 GByte DDR3-RAM in vier Modulen und mit Taktfrequenzen bis zu 2133 MHz einsetzen. Ein PCIe-x16- und ein PCIe-x8-Slot erlauben den Einsatz von zwei Grafikkarten im Crossfrire-Verbund. Hybrid-Crossfire in Verbindung mit der IGP HD4290 und dem 128 MByte großem Sideport Memory ist mit einer geeigneten Grafikkarte möglich. Ein zusätzlicher PCIe-x1- und ein PCI-Steckplatz stehen für Erweiterungen zu Verfügung.
Intern stehen eine PATA-, fünf SATA-6Gb-Schnittstellen, vier Pfostenstecker für acht USB-2.0-Anschlüsse und sogar neben einer seriellen auch eine parallele Schnittstelle bereit. Über einen analogen VGA-Ausgang und entweder über die DVI- oder HDMI-Buchse wird das Bild ausgegeben. Die Rückblende beherbergt vier USB-2.0-, zwei USB-3.0- und einen eSATA-Anschluss. Ferner sind sechs analoge und ein digitaler Tonausgang sowie eine kombinierte PS/2-Buchse und eine GigaBit-LAN-Schnittstelle integriert. Auf Firewire hat MSI leider verzichtet, dafür aber die Platine für ein Trusted Platform Modul vorbereitet. Das Mittelklasse-Mainboard ist in
unserem Preisvergleich zu einem Startpreis von knappen 123 Euro zu finden und ab Mitte März lieferbar.
[fh]