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 AMD: Entwickler verwenden PhysX, weil NVIDIA dafür zahlt

Grafik | 09.03.2010, 17:43
Abermals spricht AMDs Richard Huddy in der Öffentlichkeit deutliche Worte in Richtung NVIDIA. In einem Interview mit THINQ stellt er heraus, dass Spiele Entwickler NVIDIA PhysX in Spielen nicht umsetzen, weil sie es möchten, sondern weil NVIDIA hierfür zahlt.

Richard Huddy ist bei AMD Senior Manager of Developer Relations und hat gerade in den vergangenen Monaten häufig NVIDIA in der Öffentlichkeit angegriffen – so auch im Hinblick auf angebliche Benachteiligungen bei aktuellen Spielen – beispielsweise dem letzten Batman – Arkham Asylum.

Huddy erklärte THINQ, dass er mit vielen Entwicklern inzwischen gesprochen habe und mit Ausnahme von Epic und deren Unreal, habe keiner der Entwickler wirklich von sich aus NVIDIAs PhysX in Spielen umsetzen wollen. Soweit er es bislang verstanden habe, habe NVIDIA mit den Entwicklern jeweils einen "Marketing-Deal" geschlossen. Danach hätten NVIDIAs Entwickler dann das Recht im Spiel PhysX zu implementieren – die Entwickler würden sich also dafür bezahlen lassen.

Er glaubt unterdessen nicht daran, dass diese proprietären Physic-Umsetzungen Zukunft haben werden. Seiner Ansicht nach braucht es einfach einen offenen Standard, welcher es den Entwicklern ermöglicht Physic-Effekte auf allen Grafikkarten einsetzen zu können. Auf der heute startenden Games Developers Conference (GDC) will sich AMD auch noch einmal für einen offenen Standard stark machen.

An dieser Stelle muss sich Richard Huddy aber eventuell auch im Klaren darüber sein, dass das Desinteresse der Entwickler möglicherweise auch einen offenen Standard betreffen könnte. Die meisten Entwickler von Spielen konzentrieren sich erst einmal in die Umsetzung von Titeln für Spiele-Konsolen – dort liegen die Prioritäten. Das Portieren solcher Titel auf den PC-Bereich erfolgt nicht immer mit viel Liebe. An der Stelle brüstet sich NVIDIA mit seinem eigenen Einsatz, seiner hierfür abgestellten Manpower dann zurecht, dass ohne einen solchen Einsatz und Investitionen, PC-Titel dann letztlich nur noch eine 1:1 Umsetzung von Konsolenspielen wären.

Und damit wird es auch mehr von AMD abverlangen, als nur die Vorteile eines offenen Standards aufzuzeigen. Um die Entwickler dazu zu bewegen mehr Entwicklungsarbeit in die Optik von PC-Spielen zu investieren, werden wohl eigene Investitionen nötig.
[pg]





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