Nach der CeBIT wurde es für jeden deutlich, die Wirtschaftskrise ist vorbei – zumindest im PC-Bereich. Die großen Einbrüche sind ausgeblieben und die derzeitigen Zahlen zeigen sich auf gewohntem Niveau. So kommt es, dass die gehandelten Verkaufszahlen für Mainboards schon jetzt bei rund 3 Millionen, für die Marktführer, liegen. Überraschend dabei ist allerdings, dass der bisherige Branchen-Primus Asustek diese Zahl nicht allein innehat, sondern ein zweiter Hersteller ebenfalls im gleichen Bereich spielt.
Gigabyte hat in den vergangenen ca. 18 Monaten unglaublich viel Boden gut gemacht und sieht sich für die ersten Monate 2010 auf Augenhöhe. Dabei rangierte Asustek damals noch bei ungefähr der doppelten Menge an verschifften Einheiten. Wie die Digitimes aus nun von Marktbeobachtern erfahren haben will, steht Gigabyte für das laufende Jahr mit 3,1 bis 3,3 Millionen Einheiten dar, während Asustek auf 3,2 bis 3,3 Millionen kommt. Gigabyte nahe Quellen hätten bestätigt, dass man mit den erfolgreichen Zahlen nahe der eigens gesteckten Ziele liegen würde.
Asustek äußerte sich nicht, ließ jedoch verlauten, dass man die angepeilten 5 Millionen Einheiten im ersten Quartal 2010 ausliefern wird. Es wird sogar gemunkelt, dass man dafür, und um seine führende Position zu verteidigen, die Preise senken wird. Dadurch würde Asustek den Mainboard-Bereich womöglich in einen neuen Preiskampf schicken. Es darf mit Spannung abgewartet werden, ob solch ein Zustand tatsächlich eintritt. Den Käufer würde es freuen, die in absehbarer
Zeit womöglich gebeutelten Mainboard-Hersteller weniger. Ein Preiskampf würde übrigens hauptsächlich zu Lasten der kleineren Hersteller gehen, wo der Markt ohnehin in jüngster Vergangenheit ausgedünnt wurde.
[bb]