Neben der "Republic of Gamers"-Serie hat ASUS seit einiger Zeit noch eine weitere Mainboard-Familie im Angebot, die ebenfalls mit ein paar Besonderheiten aufwarten kann. Gemeint ist die "SuperComputer"-Reihe, die in Kürze Zuwachs durch das P7F7-E WS, einer Platinen für Intels
Lynnfield- und
Clarkdale-Prozessoren, bekommen wird. Auch diesmal gibt es einige Ausstattungs-Highlights wie beispielsweise die sechs Speicherbänke oder den eingesetzten Server-Chipsatzes.
Bei dem Intel-Chipsatz 3450 handelt es sich um das Pendant zum Desktop-Modell Q57, dementsprechend bietet das ASUS P7F7-E WS im IO-Bereich auch einen DVI-Ausgang um die integrierte Grafikeinheit der Clarkdale-Prozessoren zu nutzen. Da die Verwandtschaft jedoch auch die recht geringe Anzahl an PCI-Express-Leitungen, die zudem noch dem alten 1.1 Standard entsprechen, mit sich bringt hat der Hersteller noch einen nForce-200-Chip sowie einen PLX-Controller verbaut um mehr PCI-Express-Leitungen verwenden zu können. Während ersterer 32 PCI-Express-Leitungen an den PCI-Express-Controller des Intel-Prozessors anbindet, ist letzterer mit dem Chipsatz verbunden.
Somit fällt die Ausstattung des P7F7-E WS sehr üppig aus, bietet es doch neben zwei USB-3.0-Anschlüssen, auch zwei SATA-III-Ports auch vier PCI-Express-x16- (x16/x16/-/- oder x8/x8/x8/x8) und drei -x1-Steckplätze. Zusätzlich gibt es noch die "normale" Features bestehend aus sechs SATA-II-Ports, diversen USB-2.0-Anschlüsse sowie Dual-Gigabit-LAN, HDAudio und Firewire.
Quelle: PCWorld
Eine Besonderheit befindet sich am unteren Ende der Platine. Dort hat ASUS zwei USB-Anschlüsse verbaut, welche externe Geräte aufnehmen können. Diese "Quick Gate" genannten Ports können somit beispielsweise mit USB-Sticks bestückt werden, die dann innerhalb des PC-Gehäuses versteckt sind.
Zu guter Letzt hat ASUS dem P7F7-E WS statt der üblichen vier Speicherslots gleich derer sechs verbaut. Diese Bestückung findet man beispielsweise auch auf dem
Gigabyte P55-UD6, welches wir vor Kurzem getestet haben. Dabei sind wir auch auf einige Probleme mit dieser "seltsamen" Bestückung gestoßen. Da die Lynnfield- und Clarkdale-Prozessoren nur zwei Speicherkanäle besitzen sind vier der sechs Speicherbänke über einen Kanal angebunden, so dass bei Vollbestückung nur Single-Sided-Module eingesetzt werden können. Auch die maximale Kapazität bleibt mit 16 GByte auf dem bekannten Niveau. Hier steckt somit mehr Schein als Sein dahinter.
Ab wann das P7F7-E WS hierzulande verfügbar sein wird ist aktuell noch nicht bekannt, selbiges gilt für den Preis. Klar dürfte bei der opulenten Ausstattung und der Verwendung des Server-Chipsatzes jedoch sein, dass der Preis nahe oder sogar über der 200-Euro-Marke angesiedelt sein dürfte.
[fo]