Nachdem Sony die Option "Other OS" mittels Firmware-Update schlicht aus seiner Playstation 3 Spielekonsole
entfernt hatte, gab es einigen Missmut bei den Endkunden. Es blieb zwar den Anwendern überlassen die neue Firmware zu installieren, allerdings konnten diese dann nicht mehr auf das Playstation-Netzwerk zurück greifen und waren schlichtweg ausgeschlossen. Ein englischer Anwender erwirkte dadurch gegenüber Amazon gar eine Kaufpreisminderung. Nun haben sich in den USA einige Besitzer zusammengeschlossen und gegenüber Sony
eine Sammelklage eingereicht.
Danach fordern die Kläger von Sony Schadensersatz, welcher nicht näher beziffert wurde. Sonys
Erklärungen, dass man diesen Schritt zum Schutz der Anwender gewählt habe, stellt die Klageschrift des Anwalts als falsch dar. Vielmehr habe Sony aus dessen Sicht den Einsatz von Linux unterbunden, um die Verwendung von Raubkopien zu vermeiden. Dieses Vorgehen sorge dafür, dass die Kunden ihre Playstation 3 nicht mehr in vollem Umfang nutzen könnten. Zudem sei ein Widerspruch gegen die Endnutzervereinbarung seitens der Besitzer nicht möglich, da diese erst nach dem Erwerb der Konsole vorliegt und genau darin behalte sich der Hersteller das Recht vor, Funktionen der Konsole zu entfernen.
Während in der Klageschrift keine klaren Forderungen zur Höhe von Schadensersatzforderungen beziffert sind, führt man zumindest aus, dass der Bedarf eines aktuellen Streitwertes vor Gericht bei 5 Millionen US-Dollar liege – vermutlich festgemacht an der derzeitigen Zahl der Kläger.
IGN hat Sony um eine Stellungnahme gebeten, bislang allerdings noch kein Feedback erhalten.
[pg]