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ARD und ZDF bevorzugen weiterhin die GEZ

Wirtschaft | 12.07.2010, 05:18
Nachdem bereits 2007 erstmals über ein neues Gebührenmodell für das öffentlich-rechtliche Fernsehen diskutiert wurde, werden mögliche Alternativen langsam konkreter. Derzeit im Gespräch ist eine Variante pauschaler Abgaben für jeden Haushalt. Allerdings schrecken die öffentlichen Sendeanstalten vor diesem Schritt auch aus Kostengründen zurück. So spricht die FTD mit dieser Änderung von zusätzlichen Kosten in Höhe bis 150 Millionen Euro, denen die ARD allerdings schon widerspricht.

Bisher wurde beschlossen, dass ab 2013 alle Haushalte einheitliche Gebühren für Rundfunk zahlen müssen. Damit abgegolten werden alle Nutzungsmöglichkeiten vom Fernseher über das Radio bis zum Computer oder Mobiltelefon.

Da man sich allerdings wie bisher auch von den Gebühren befreien lassen kann, sei eine Organisation wie die Gebühreneinzugszentrale auch weiterhin notwendig. Bisher sind über drei Millionen Menschen von den Gebühren befreit – man erwarte aber einen weiteren Anstieg. Wie die Financial Times Deutschland erklärt, könne die Aufgabe der GEZ aber auch von externen, privaten Inkassounternehmen übernommen werden. In jedem Fall müssten die Kosten nach der Umstellung deutlich reduziert werden.

Die Zahl der Schwarzseher soll sich durch das neue Gebührenmodell deutlich reduzieren. Derzeit kursieren Summen von rund 300 Millionen Euro, die den öffentlichen Sendeanstalten jährlich entgehen. Kritisch sind allerdings Freiberufler und Unternehmen, die von der Änderung höhere Belastungen erwarten. So sollen betrieblich genutzte Autos etwa den vollen Gebührensatz abrechnen.
[rl]







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