Von Intel ist eine Roadmap mit Planungen über die Entwicklung im Solid-State-Drive-Bereich aufgetaucht. Demnach stehen Ende des Jahres zahlreiche neue X25-M-Modelle "Postville" mit verdoppelter Speicherkapazität auf dem Programm. 2011 folgen weitere Solid State Drives mit Codenamen "Lyndonville" und "Soda Creek" mit integrierter Hardware-Verschlüsselung oder besonders geringen Gehäusemaßen.
Spannend ist insbesondere der Refresh der beliebten
"Postville"-Serie X25-M. Die Laufwerke, die mittlerweile in der zweiten Generation vertrieben werden, haben sich auch bei uns im Test erfolgreich bewiesen, schreckten Interessenten aber häufig durch ihren Hohen Preis im Vergleich zur geringen Kapazität von lediglich 160 GB ab.
Zum Ende des Jahres folgt schließlich die dritte Generation, die mit Kapazitäten von 160 GB, 300 GB und 600 GB lockt und damit schon den vollständigen Bedarf vieler Standard-Systeme in ausreichendem Maße decken kann. Zusätzlich bietet Intel erstmals eine automatische Hardware-Verschlüsselung und verspricht weitere Performance-Verbesserungen.
Die
Value-Serie X25-V war bisher nur mit 40 GB Speicherplatz erhältlich und warb mit besonders geringen Preisen. Obgleich das Laufwerk im Test mit guten Praxiswerten überzeugen konnte, war hier besonders die Größe ein negativer Kritikpunkt. Den räumt Intel im vierten Quartal mit dem zweiten Modell mit 80 GB aus. Wer für wenig Geld mit SSD-Performance liebäugelt könnte hier womöglich einen geeigneten Kandidaten finden.
Für besondere kleine Systeme im Wohnzimmer oder für Notebooks ruft Intel die "Soda-Creek"-Serie ins Leben. Sie lockt Anfang 2011 mit Micro-SATA-Anschlüssen und besonders kleinen Gehäusemaßen bei einer Kapazität zwischen 40 GB und 80 GB.
Alle genannten Modelle arbeiten mit dem günstigen MLC-Speicher, doch besonders im Highend-Geschäft sind diese Flash-Chips nicht immer optimal für jeden Einsatzbereich. Deshalb bietet Intel eine neue Generation
X25-E-Serie mit Codenamen "Lyndonville" und SLC-Flash-Speicher an. Ab Anfang 2011 wird sie mit 100 GB, 200 GB und 400 GB Speicherkapazität ausgestattet und wie die X25-M-Serie über Hardware-Verschlüsselung verfügen. Im Vergleich zu den bisher verfügbaren Modellen mit lediglich 32 GB macht Intel hier einen großen Sprung – und sich damit für viele Profisysteme interessant.
Gespannt sein darf man allerdings noch auf die Preise der Produkte, zwar nehmen die SSD-Kosten mit immer höheren Speicherkapazitäten ab, doch dürften besonders Modelle jenseits von 300 GB noch immer unverhältnismäßig teuer sein, wenn man mit klassischen Festplatten vergleicht. Hoffnung darf man jedoch haben, dass damit die kleinen Modelle noch etwas günstiger werden.
[rl]