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Gigabyte setzt auf betagten nForce-Chipsatz bei aktueller AM3-Platine

Mainboards | 18.08.2010, 20:31
Ein wenig verwundert darf man wohl über das aktuelle Gigabyte AM3-Motherboard GA-M52LT-D3. Während NVIDIA sich eigentlich aus dem Chipsatz-Geschäft für AMD- und Intel-Plattformen mehr oder minder zurück gezogen hat, setzt Gigabyte nun bei einer recht jungen Platine auf den betagten nForce-520-LE-Chipsatz. Normalerweise dürfte man hier eher mit einem jüngeren Chipsatz von AMD rechnen.

Wir haben darum unsere Quellen bei den Herstellern einmal ein wenig angezapft und die Zusammenhänge hinterfragt. Demnach gäbe es einige Engpässe bei AMD-Chipsätzen für den günstigeren Hauptplatinenbereich. Hauptursache sei wohl, dass AMD Chipsätze wie den 780 oder 785 End-of-Life gesetzt habe und diese Modelle nicht mehr in entsprechenden Mengen verfügbar seien, was manchen Hersteller bei den günstigeren Mainboards zu Alternativen zwingen würde.

Ein wenig verwundert darf man allerdings sein, dass ein älterer nForce-520-LE-Chipsatz eine wirkliche Alternative darstellt. Schließlich ist NVIDIA praktisch komplett aus dem Chipsatz-Geschäft ausgestiegen. Es könnte also gut sein, dass Gigabyte hier komplette Restbestände aufgekauft hat um dieses Mainboard auflegen zu können.

Andererseits – solange der Preis stimmt, sollte es den Endkunden nicht stören und die Ausstattungs- und Supportliste des GA-M52LT-D3 liest sich erst einmal gut. Neben allen aktuellen AM3-Prozessoren bis zu einer TDP von 95 Watt wird zusätzlich DDR3-Speicher mit Taktraten von DDR3-1666 (und darüber) unterstützt. Ein mit 16 Leitungen angebundener PCI-Express-Steckplatz für Grafikkarten, zwei x1-Steckplätze und vier PCI-Steckplätze sind vorhanden.

Keine Überschwänglichkeiten gibt es bei den Anschlussmöglichkeiten für Festplatten. Zwei SATA-II-Anschlüsse und ein Anschluss für IDE-Laufwerke sind vorhanden, ebenso kann noch ein Floppy-Laufwerk angeschlossen werden. HDA (High Definition Audio) ist mit von der Partie, der onboard Netzwerkchip ist allerdings nur als 10/100 Mbit-Variante ausgelegt.

Was aber anderes möchte man von einer Hauptplatine erwarten, welche auf den Low-Cost-Bereich abzielt. Die bisherigen M52-basierenden-Platinen des Herstellers und diesem Chipsatz spielen im Preisbereich von 45 Euro. Wann und zu welchen Preisen das GA-M52LT-D3 den deutschen Markt erreicht, ist aktuell nicht bekannt.
[pg]







Stichworte zur Meldung: 520le Chipsatz Gigabyte Ga-m52lt-d3 Nforce
 
2 Kommentare

Re: [News] Gigabyte setzt auf betagten nForce-Chipsatz bei aktueller AM3-Platine

Tuereintreter
(vom 18.08.2010 um 21:06)

Ähm - Gigabyte bei Mainboards zurückgezogen ?
Habe ich was verpasst ?
Ok, meines ist nicht mehr das neuste, aber als es raus kam war es eines der teuersten mit integrierter Grafik und so ziemlich allen Optionen nach oben. Es läuft noch immer und ich sehe derzeit keinen Grund für einen Wechsel. Ok, kein DDR3 das war damals aber kein Argument. Und da ich gerade im Netz nach geguckt habe, das Gigabyte GA-890FXA-UD5, 890FX wäre für mich schon reizvoll.

PS: Bin kein 3D Gamer

Re: [News] Gigabyte setzt auf betagten nForce-Chipsatz bei aktueller AM3-Platine

[TLR]Snoopy
(vom 18.08.2010 um 21:41)

Eigentlich müsste es heißen. Während Nvidia sich freiwillig aus dem Geschäft Chipsätze für AMD Platinen zurückgezogen hat, muss Nvidia bei Intel draußen bleiben, weil Intel keine Lizenzen an Nvidia gab.

Grundsätzlich macht man für einen günstigen PC mit diesem Chipsatz nichts falsch. Fast alle AM3 bis hin zum X6 1055T ist auch gegeben.
Ob nun 1GB oder 100MB LAN für das Internet ist auch egal. Für Internet mit DSL 16000 reichen auch 10MB :).
Man steht halt in Konkurrenz zu andere Hersteller und möchte wohl auch etwas exotisch sein. ASRock hat ein AM3 Board mit 480X CrossFire/SB600 im Angebot. Es gibt auch viele 7025/630a Boards. Das sind eigentlich alles Chipsätze aus Sockel 939 Zeiten.
MSI GF615M-P33 6150/nForce 430, diesen Chipsatz gab es schon zu S754 Zeiten.