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Microsoft optimiert Bing mit Hilfe von Google

Internet | 02.02.2011, 11:19
Um die eigene Suchmaschine zu verbessern optimieren die Betreiber stetig das Suchverfahren, doch scheinbar schreibt Microsoft dabei vom Konkurrenten Google ab. Dies ergab eine Falle die Google den Redmondern stellte und diese streiten die Tatsache auch gar nicht ab.

Bereits im Mai des vergangen Jahres bemerkte man bei Google, dass Bing recht ähnliche Suchergebnisse wie Google anzeigte und dies auch dann wenn der Nutzer sich vertippte und Google die Eingabe korrigierte, Bing jedoch nicht. Der Verdacht war da und so stellte Google dem Konkurrenten eine Falle und verknüpfte mit inhaltslosen Zeichenfolgen, wie "hdfbhfuhbdu", Webseiten, welche definitiv nichts mit der Suchanfrage zu tun hatten. Nun mussten Mitarbeiter mit Hilfe des Internet Explorers diese Zeichenfolgen über Google suchen und die Seiten anklicken.

Der Test begann am 17. Dezember des letzten Jahres und noch vor dem Jahreswechsel viel auf, dass auch Bing die gleichen Seiten mit den gleichen inhaltslosen Zeichenfolgen verknüpfte. Suchmaschinen-Experte Danny Sullivan kommt dadurch zu dem Ergebnis, dass Microsoft die Links analysiert, welche der Nutzer des Internet Explorers nach einer suche bei Google anklickt. Die Ergebnisse der Analyse nutzt man dann, um die eigene Suchmaschine Bing zu verbessern

Im Hause Microsoft bestreitet man dieses Verfahren erst gar nicht, viel mehr verweist man auf die Nutzungsbedingungen, welche klar aussagen, dass man Informationen sammelt um Programme und Dienstleistungen zu verbessern. Dies ist als solches auch gar nicht so verwerflich, denn Funktionen wie "Suggested Sites" funktionieren nur, wenn Microsoft entsprechende Daten übermittelt bekommt. Dementsprechend kontert Stefan Weitz, Chef der Suchmaschine Bing, auch und bezichtigt Google der Manipulation von Bing.

Der kleine Disput hat als solches keine Auswirkung für den Anwender, er macht allerdings deutlich wie Gläsern der Nutzer im Internet unterwegs ist. Dies gilt unabhängig von Microsoft für viele Browser und Dienstleister, denn nicht nur die Redmonder sammeln Daten um ihre Dienstleistungen zu verbessern. Wer das nicht möchte, der sollte die Browser-Einstellungen genau lesen und sich zuvor auch noch Gedanken über den verwendeten Browser machen.
[dk]







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