Die innovative Spiele-Messe G
ames Convention Online, die sich besonders an den neuen Trends der Spiele-Branche von Casual-Games über Browsergames bis Mobile-Games ausgerichtet hat, bleibt 2011 nun endgültig offline. Die Leipziger Messe gab bekannt, dass man nicht genug Aussteller für das Vorhaben gewinnen konnte, um die Veranstaltung auf wirtschaftliche Füße zu stellen.
Damit geht vorerst ein Kampf zuende, der 2002 in Leipzig als Erfolgsrezept begann und innerhalb der folgenden Jahre den sächsischen Standort zur europaweit größten Spielemesse wachsen ließ. Jährlich konnten die Besucherzahlen deutlich gesteigert werden bis sie zuletzt 2008 über 200.000 Messebesucher bei rund 550 Ausstellern erreichten.
Nach 2008 lief allerdings der Vertrag mit dem Bundesverband für interaktive der Unterhaltungssoftware BIU aus. Dieser hatte entschieden, das erfolgreiche Messekonzept zukünftig als GamesCom in Köln zu etablieren, wo zum Start 2009 rund 245.000 Besucher angelockt worden. Leipzig entschied sich dennoch, mit der Games Convention online auch weiterhin eine Plattform anbieten zu wollen, konnte jedoch ohne die Unterstützung des wichtigen Branchenverbandes nicht mehr alle Hersteller erreichen.
Man wolle allerdings als Ansprechpartner für die Spieleindustrie weiterhin zur Verfügung stehen. Die Leipziger Messe zeigt sich offen für neue Ideen und sei bereit für innovative Konzepte der Spielebranche. Konkrete Pläne gibt es offenbar aber keine. Stattdessen wird man sich wohl in Zukunft in der Messestadt wohl stärker auf die bleibenden Leuchttürme wie die Auto Mobile International (AMI) oder der Leipziger Buchmesse konzentrieren. Ideen für weitere Messen gibt es zudem im Medizin-Bereich – eine Branche, die sich in Leipzig auch am Beispiel der Biotechnologie wachsender Beliebtheit erfreut.
[rl]