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 Virtuelle Verzeichnisse für Windows 7

Software | 18.09.2008, 11:35
Mit dem Start von Windows Vista hatte Microsoft viele Funktionen angekündigt, die das Betriebssystem revolutionieren sollten. Aus verschiedenen Gründen wurden diese dann allerdings doch nicht integriert sodass Windows Vista sich zum großen Teil auf eine überarbeteite Nutzeroberfläche reduziert. Die fehlenden Funktionen will man nun offenbar mit Windows Codename "7" nachrüsten, das für spätestens 2010 erwartet wird. Dass sogenannte virtuelle Verzeichnisse dazu zählen könnten, lassen entsprechende Stellenanzeigen des Unternehmens vermuten.

So sucht Microsoft Mitarbeiter zur Entwicklung des Internet Explorer, um neue Funktionen zu integrieren, mit denen Nutzer Daten auf neue Art und Weise händeln können.

Virtuelle Ordner sind demnach Container, deren Inhalte nach dynamischen Filtern dargestellt werden, sodass sich zum Beispiel Verzeichnisse anlegen lassen, die ausschließlich Bilder anzeigen oder alle neuen Dateien der letzten zwei Wochen. Damit dieses System jedoch möglichst schnell funktioniert, setzt Microsoft ebenfalls auf eine neue Index-Technologie, mit der es möglich wird, die gesuchten Daten in kürzester Zeit auf der Festplatte zu finden.

Eine vergleichbare Funktion war in ersten Beta-Versionen von Windows Vista bereits integriert, aber konnte offenbar nicht rechtzeitig fertig gestellt werden. Vorteil ist, dass durch die Virtual Folders die Daten an ihren alten Speicherplätzen verbleiben und nur dynamisch im Verzeichnis dargestellt werden. Grundsätzlich dürfte dies den virtuellen E-Mail-Verzeichnissen in Mozilla Thunderbird entsprechend, die ebenfalls auf Basis unterschiedlicher Filter die empfangenen Nachrichten an unterschiedlichen Plätzen darstellen.

Auf Betriebssystem-Ebene trifft die Funktion jedoch auf größere Grenzen, da zum Beispiel Speicher mit mehreren Terabyte innerhalb von Millisekunden analysiert werden müssen, um die notwendigen Inhalte anzeigen zu können. Der Weg über eine Datenbank, welche die vorhandenen Dateien regelmäßig indiziert dürfte hier wohl am naheliegendsten sein und kommt bei der Google Desktop-Suche bereits auf der Ebene der Anwendungssoftware in überzeugender Geschwindigkeit zum Einsatz.
[rl]





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