Gerüchte um den Ausstieg von Siemens aus dem Computergeschäft scheinen sich zu bewahrheiten. Der deutsche Elektronikriese wolle sich stärker auf die drei Sparten Medizintechnik, Industrie und Energie ausrichten, in denen das Unternehmen bisher auch recht profitabel arbeitet. Fujitsu gab derweil an, über die eigenständige Fortführung des Geschäfts nachzudenken.
Der Wert des Joint-Ventures Futjisu-Siemens wird von Experten auf rund eine Milliarde US-Dollar geschätzt, die beiden Anteilseigner hätten sich bisher allerdings noch auf keinen Kaufpreis geeinigt. So findet Fujitsu den Kaufpreis offenbar zu hoch.
Derzeit läuft der Vertrag für FSC bis Ende September und
verlängert sich automatisch, wenn bis dahin keiner der beiden Partner ausgestiegen ist. Damit liegt auch nahe, dass bis zum Ende des Monats eine Lösung über den zukünftigen Weg von Futjisu Siemens Computers gefunden werden muss. Bisher erwarten Marktbeobachter die Übernahme durch Fujitsu und den Weiterverkauf des Privatkundengeschäfts zum Beispiel an den chinesischen Hersteller Lenovo.
[rl]