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Intel präsentiert die Ivy Bridge-Prozessoren auf der IDF

Prozessoren | 15.09.2011, 10:14
Schon seit geraumer Zeit verfolgt Intel bei der Veröffentlichung ihrer Prozessoren das Tick-Tock-Prinzip und setzt sich so selber einen strengen Fahrplan. Nach dem letzten Tock und damit die Vorstellung der Sandy Bridge, folgt nun wieder ein Tick, welcher sich Ivy Bridge nennt.

Die Ziele sind für Intel klar, es sollen Verbesserungen her. Ein wesentliches Augenmerk liegt dabei auf der iGPU, denn hier hat Mitbewerber AMD aktuell deutlich die Nase vorne. Mit der Ivy Bridge will man nun Anschluss finden, weshalb die integrierte Grafikeinheit auch DirectX 11 unterstützen wird. Weitere Verbesserungen sollen im Bereich des CPU- und RAM-Overclocing erfolgen.

Mehr Grafikleistung


Wie schon zuvor bei der Sandy Bridge, betont Intel auch dieses mal besonders die Leistung der integrierten Grafikeinheit. Doch anders als bei der Sandy Bridge, unterstützt die iGPU der Ivy Bridge DX11 inklusive Compute Shader (SM5), Tessellation und Texturkompression, hinzu kommen Verbesserungen bei der anisotropen Filterung. Auch die Grafikleistung an sich soll verbessert werden, wofür Intel der iGPU auch einen eigenen L3-Cache zur Verfügung stellen wird, was zudem gleichzeitig den Ringbus entlasten soll.

Auch Technologien wie Quick Sync sollen bei der iGPU der Ivy Bridge deutlich verbessert werden sein. Hinzu kommt die Möglichkeit bis zu drei Monitore anzuschließen. Zudem betont Intel, dass ein Notebook mit Ivy Bridge zwei Monitore ansteuern kann, obwohl er selber zugeklappt ist. Zusammen gefasst spricht Intel von einer Verdopplung der Leistung pro Watt.

Mehr Optionen durch verbesserte Verlustleistung


Der Verbrauch ist ein weiteres Stichwort und sicherlich ein Aushängeschild von Intel im Desktop-Segment. Die Verlustleistung (TDP) soll bei den Ivy Bridge-Prozessoren deutlich besser skalieren, was Intel mehr Raum gibt um leistungsstarke CPUs mit geringer TDP zur Verfügung zu stellen. So sind Notebook-Prozessoren mit vier Kernen und einer Verlustleistung von 35 Watt geplant. Dabei weitet man die Energieersparnis auch auf weitere Komponenten aus, so dass die mobilen Ivy Bridge-Ableger auch die sparsamen DDR3L-Module unterstützen. Letztlich soll auch der Verbrauch im S3-Stand-By optimiert werden.

Einen anderen Weg will Intel hingegen bei den Desktop-Modellen gehen. Hier spricht man sogar davon die maximale TDP wieder nach oben zu schrauben, also im Grunde entgegen der Fahrtrichtung der letzten Jahre zu arbeiten. Dafür sollen die Prozessoren jedoch auch einen höheren Takt bekommen und zudem will Intel für jede CPU die Spannungen und Taktstufen individuell festlegen, was die Leistung pro Watt deutlich optimieren soll.

Die Optimierungen im Bereich der TDP kommen natürlich auch dem OC-Potential entgegen, welches vor allem den Nerv der anspruchsvollen Desktop-Anwender treffen soll. Damit einher geht, dass Intel die OC-Optionen verbessert, so das beispielsweise der höchst mögliche Multiplikator von 57 auf 63 angehoben wird, interessant ist auch, dass der Multiplikator ohne Neustart verändert werden kann. Auch der Arbeitsspeicher soll besser übertaktet werden können, wofür Intel der Ivy Bridge feinere RAM-Teiler zur Verfügung stellt. Die Rede ist hier von Taktraten jenseits der DDR3-2133.

Mehr Sicherheit


Eher im Hintergrund arbeiten die Sicherheitsfunktionen der Ivy Bridge, welches das Risko von schädlichen Angriffen durch Hacker und Viren reduzieren sollen. Zu diesem Zweck werden Speicher-Adressierungen der SMEP-Programme nur mit eingeschränkten Rechten erfolgen, wodurch Viren nicht auf das Betriebssystem oder den Kernel Einfluss nehmen können.

Wie bereits im Vorfeld bekannt, soll die Ivy Bridge auch auf dem Sockel 1155 in Betrieb genommen werden können. Im Rahmen der Vorstellung erwähnt Intel jedoch die 2011 PCH (Plattform Controller Hub), welche als Mainboard-Chip für die Ivy bridge zum Einsatz kommt.

Bild: Intel präsentiert die Ivy Bridge-Prozessoren auf der IDF
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[dk]







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4 Kommentare

Re: [News] Intel präsentiert die Ivy Bridge-Prozessoren auf der IDF

Jonny1983
(vom 15.09.2011 um 10:45)
"Die Rede ist hier von Taktraten jenseits der -2133."

Re: [News] Intel präsentiert die Ivy Bridge-Prozessoren auf der IDF

Daniel
(vom 15.09.2011 um 10:50)

Zurück zu den Wurzeln! Der Ivy Bridge-Nachfolger wird wieder mit DDR1 arbeiten :P... danke, gefixt.

Re: [News] Intel präsentiert die Ivy Bridge-Prozessoren auf der IDF

Nova
(vom 15.09.2011 um 14:01)

Ähm, ist S3-Tand-by irgendeine Neuerung oder hat sich jemand beim Schreiben von "Stand-By" etwas Bier gegönnt? ;D

Re: [News] Intel präsentiert die Ivy Bridge-Prozessoren auf der IDF

Daniel
(vom 15.09.2011 um 15:24)

Mehr Bier! Wir fragen euch was wollt ihr...

danke, gefixt.