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Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test | |
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| ByteFuzzy
(vom 23.09.2011 um 18:42) |
Warum wurde eigentlich kein Noctua NH-D14 mit in den Vergleich einbezogen? :-i Wäre sicherlich sehr interessant zu sehen da ja beide |
Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test | |
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| Byron
(vom 23.09.2011 um 20:39) |
Da unsere CPU-Kühler Artikel recht jungen Ursprungs sind befindet sich der Noctua nicht unter den bisher getesteten Modellen. Aber die ca. 20 anderen Kühler sollten eine recht gute Einordnung ermöglichen. ;) Gruß |
Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test | |
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| Drohne
(vom 24.09.2011 um 13:35) |
Hätte Fuzzy die Frage nicht gestellt, ich hätte sie jetzt gestellt ... Ich habe recht wegen Ahnung von Thermodynamik. Ich habe heute Morgen meinen Noctua NH-D12 von Staub befreit (der setzt sich gerne feinfasrig über die Lamellen und blockiert dann den Luftstrom zwischen den Lamellen). Dabei ist mir aufgefallen, daß die mit Öl gefüllten Konventionsröhrchen auf dem Noctua NH-D12 nur insgesamt derer drei sind. Der EKL hat derer sogar 6. Noctua poliert die Kontaktfläche nicht, EKL hat eine polierte Oberfläche. Nun weiß ich noch, daß die Thermokonvektion die effizienteste Art und Weise ist, Energie in Form von Wärme abzuführen. Insofern spielt die Anzahl der Konvektionsröhren, deren Durchmesser sowie die Wärmekapazität des Transportmediums in den Röhren eine große Rolle - schätze ich. Eine weitere signifikante Größe ist der Wärmeleitwiderstand, der sich am Sockel einstellt. Nicht etwa durch die Kontaktfläche, dazu später etwas, nein, die Art, wie die Konvektionsröhren in den Sockel eingelassen sind. Mir scheint, daß sowohl bei EKL als auch bei Noctua (wie auch bei vielen anderen auch), die Röhren in einem Stück Metall verpreßt sind. Die Wärmeenergie muß also erst einmal den Übergangswiderstand zwischen den beiden "Systemen" Sockel und Röhre überwinden. Nun gibt es einige Hersteller, die bauen zwar einen Sockel an ihren Kühler, schleifen und polieren aber auf dem "Fußboden" quasi die Konvektionsröhren plan und lassen diese in direkten Kontakt mit der Hitzeverteilerkappe auf dem CPU-Träger treten. Aus dem Bauch heraus würde ich nun sagen, daß genau dieses Prinzip thermodynamisch einen deutlichen Vorteil haben müßte! Das einzige Bauteil, das in den vielen so ähnlichen Designs divers scheint, ist der aufgesetzte Propeller bzw. die Anzahl derer. Eure Konkurrenz läßt darob die Kühlerprobanden auch ab und an mit diversen Alternativ-Miefquirlen antreten. Der Lüfter ist eh ein Verschleißteil, das ich öfter austauschen mußte (bis zu dem Tag, als ich Noctua zum Einsatz brachte, deren ölgelagerten Lüfter scheinen ewig mit gleicher Lautheit zu laufen!). Also ist es mir nicht fremd, einen Alternativlüfter zu kaufen, wenn ich dafür eine absolut zuverlässige und höchstwertige Kühlung habe. Sicher werden Spielzeugkisten für Kinder nicht mit leisen und teuren Lüftern ausgestattet, aber eine Workstation, die unter Umständen 24/7 rennen muß, muß schon Material und kein Ersatzteil haben und 70 euro sind mir nicht zu teuer. Dann zu guter Letzt die Wärmeleitpaste. Polierter Fuß oder nicht polierter Fuß? Wärmeleitpaste für 1 Euro das Gramm oder eine für 6 Euro das Gramm? Mit Keramikpartikel oder ohne? Wollt ihr nicht mal einen Test aktueller Wärmeleitpasten machen? Ich würde mich freuen. Ihr solltet dann aber einen kaloriemetrisch gut vermessenen Rechner und Kühler zum Einsatz bringen und die Frage Politur oder keine müste auch ganz oben auf der Liste stehen. Im Netz gibt es viele "Tests". Allerdings sind die besten schon zu alt, die getesteten Produkte gibt es zum Teil nicht mehr. In einem wurde gar mal Zahnpaste mit ins Rennen geschickt. Sicher hat sie keine langanhaltende Wirkung, nach spatestens einer Woche Dauerbetrib dürfte das Wasser sowie die ätherischen Öle ausgetrieben sein, aber witzig war schon zu sehen, daß viele teure Hitzesalben kaum in die Nähe einer billigen Plus-Billig-Zahncreme kamen. |
Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test | |
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| Rick
(vom 24.09.2011 um 13:53) |
Interessanter Kühler - aber mir scheint, dass er in keiner Art und Weise einen Yasya ausstechen kann - der auch relativ schlank gebaut ist, aber nur die Hälfte kostet. |
Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test | |
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| Byron
(vom 24.09.2011 um 14:42) |
Hi Drohne, das ist mal ein langer Post mit zahlreichen Fragen. Vorweg, ich nehme an, dass du den Noctua NH-U12P im Einsatz hast? Beim D12 hast du dich wohl nur verschrieben. Nun zu den Punkten, ich werde versuchen auf alle zu antworten. Die Frage nach den Heatpipes: In der Theorie hast du Recht. Aber wir wissen alle, dass die Theorie schön und gut ist, sie aber am Ende nicht wirklich aussagekräftig ist. Schon gar nicht, wenn man ein komplexes Thema wie die Kühlleistung eines Kühlers auf einen Umstand runterbricht. Wie du am Beispiel des Noctua siehst ist es eben kein so wesentlicher Faktor wieviele Heatpipes in einem Kühler stecken. Ebenso ist es nicht von so starkem Unterschied ob nun 6-mm-Heatpipes oder welche mit 10mm verbaut werden. Die dickeren sollten leistungsfähiger sein nehmen dafür aber mehr Platz ein und sind somit in ihrer Anzahl schneller limitiert als bei der Verwendung dünnerer. Nun aber zurück zur Kernfrage. Die Anzahl der Heatpipes ist irrelevant, wenn die Wärme, die vom Sockel mittels dieser weggeführt wird vom Kühlkörper nicht schnell genug aufgenommen werden kann und vor allem schnell genug verteilt und schlussendlich schnell genug an die durchströmende Luft abgegeben wird. Du siehst, es kommt also nicht darauf an sich eine Materialschlacht zu liefern, sondern den Kühlblock an sich möglichst effizient/gut zu bauen. Die Frage zum Kühlersockel. Noctua bringt seine Kühlerböden ebenfalls auf Hochglanz. Deiner dürfte mit der Zeit etwas angelaufen sein, aber im Grunde unterscheidet er sich nicht von beispielsweise dem Boden des Himalaya. Zudem muss man wissen, dass das polierte Finish keinen großen Einfluss hat. Eine möglichst feine Bearbeitung durch Schleifen reicht vollkommen aus. Der Heatspreader der CPU ist an sich gar nicht so glatt in der Oberfläche und vor allem nicht so plan wie der Kühlerboden. Es relativiert sich sogar alles. Thermalright hat den Kühlerboden sogar mal etwas konvex gestaltet, um den Unebenheiten der Heatspreader entgegen zu kommen. Am Ende füllt die Wärmeleitpaste eh entstehende Zwischenräume. Diese sind aber so extrem gering, dass es nur darum geht, dass keine Luft eingeschlossen wird. Diese ist bekanntlich ein hervorragender Isolator. In diesem Fall völlig deplatziert. Ebenso muss man die Frage gechlossener Kühlerboden vs. direkter Heatpipe Kontakt relativieren. Die Hersteller haben die geschlossenen Systeme soweit optimiert, dass sich der Übergangswiderstand nicht signifikant erhöht. Der Boden ist meist aus Kupfer und die Heatpipes sind eingepresst oder gar verlötet. Im Grunde kann man das ganze als ein einziges Stück Kupfer ansehen. Wäre die Variante mit direktem Kontakt soviel leistungsfähiger, hätten wohl alle Hersteller im Laufe der Zeit umgestellt. Zudem sollte man beachten, dass diese offenen Unterböden einen Nachteil haben. Hast du mal versucht die WLP aus den feinen Rillen zwischen Heatpipe und Alu-Platte zu bekommen? Ein schier unmögliches Unterfangen sage ich dir. Du siehst, von der Theorie bleibt in der Praxis nicht viel übrig. Der Unterschied spielt nur eine geringe Rolle. Worauf es bei einem Kühler im Endeffekt ankommt ist das Gesamtkonzept. Dies muss in sich schlüssig sein. Ein einzelnes kleines Detail hat keine große Auswirkung. Erst in der Summe entscheidet sich ob ein Kühler gut ist oder schlecht. Das haben die Hersteller auch erkannt und setzen zunehmends auf Innovationen beim Layout des Kühlkörpers. Wie du anhand des Enermax sowie des jetzigen Alpenföhn Artikels siehst gibt es hier viel Spielraum. Viele verschiedene Ansatzmöglichkeiten und Techniken um die Kühlleistung zu steigern. Dabei muss man vor allem den Umstand des Lüfters berücksichtigen. Hier gibt es zwei Ansätze. Zum einen einen leisen Lüfter mit niedriger Luftfördermenge zu verwenden und zum anderen einen schneller drehenden, der lauter ist aber dafür mehr Luft bewegt. Daran muss man dann Dinge wie den Lamellenabstand oder die aerodynamischen Feinheiten orientieren. Der Trend geht zu leiseren Kühlern, also hat man einen weniger hohen Luftdurchsatz und eine recht langsamere Fließgeschwindigkeit der Luft. Deswegen muss man das Optimum aus der wenigen Luftmasse pro Zeiteinheit rausholen. Bzw. kommt es darauf an der Luft soviel Wärme wie möglich mitzugeben, bis sie den Kühler wieder verlässt. Deshalb integrieren die Hersteller Mechanismen um die Luft im Kühlkörper zu verwirbeln, zu verlangsamen und an wirklich jeden Punkt zu leiten. Hier schließt sich der Kreis zu meinem ersten Absatz. Die Heatpipes können Wärme schnell transportieren, aber sie bieten nur eine geringe Oberfläche. Viel zu gering um die Wärme direkt von der Heatpipe per Lüfter abzuführen. Deshalb muss der Kühler Masse und Oberfläche in Form von Lamellen aufweisen, die Wärmeenergie aufnehmen können. Die Wärme muss nur dort auch ankommen. Das ist die wohl größte Herausforderung beim Kühlerbau. Den Teil zum Lüfter. Es gibt eigentlich keinen Hersteller mehr, der reine Kühlkörper auf den Markt bringt. Prolimatech steht hier so ziemlich alleine da. Selbst Thermalright bietet seine Kühler nur noch als ein Gesamtpaket mit Lüfter an. Wie du aus den vorigen Zeilen entnehmen kannst ist das auch ein wichtiger Umstand, denn der Lüfter ist ein wesentliches Bestandteil. An dessen Gegebenheiten muss der gesamte Kühler entwickelt werden bzw. der Lüfter muss abgestimmt auf den Kühler ausgewählt werden. Deshalb testen wir Kühler auch nur als Gesamtkonzept, also mit dem mitgelieferten Lüfter. Zudem setzen wir auf die PWM-Regelung, weil wir den Kühler in einem Realitätsnahen Szenario testen wollen. Was nützt es, wenn wir den Kühler/Lüfter mit 12V und mit 6V testen, der Kühler/Lüfter aber im Rechner schlussendlich nie mit dieser Spannung läuft. Man hat zwar ein theoretisch tolles Fazit, aber der Leser kann es für sich nicht gebrauchen, weil er davon nicht oder nur schwerlich auf das Verhalten im Alltag bei sich im Rechner schließen kann. Die Bestückung mit einem Referenzlüfter wurde also aus vielerlei Gründen für unsere Tests ausgeschlossen. Die nachträgliche Modifikation mit einem anderen Lüfter ist so individuell, dass das für unsere Betrachtung keine Rolle spielt. Vor allem können wir das nicht simulieren, denn es gibt so viele verschiedene Lüfter im Markt, so viele unterschiedliche Leistungsklassen etc.. Dass ein Lüfter innerhalb der Lebensdauer eines normalen PCs kaputt geht habe ich noch nicht erlebt. Jedenfalls nicht beim aktuellen Stand der Technik. Die Lüfter sind alle qualitativ sehr hochwertig und langlebig. Noctua spielt hier nicht allein in dieser Liga. Auch Be Quiet, Scythe, Alpenföhn etc. haben sehr gute Lüfter im Angebot, die bei den Kühlern verwendet werden. Was einen Vergleich der WLP angeht, müssten wir mal diskutieren, ob wir das realisieren können. Ich kann dir aber jetzt schon ernüchternd sagen, dass die Unterschiede nur marginal ausfallen werden. Meist sogar so gering, dass man den Unterschied in den Bereich der Messtoleranzen schieben kann. Wie wir allerdings den Unterschied zu verschiedenen Bearbeitungen des Kühlerbodens testen könnten, weiß ich nicht. Ich glaube da gibt es keinen Weg. Was die Zahnpasta angeht war das damals doch nur ein Aprilscherz. ;) Wurde da nicht auch was von Ketchup, Majo und Senf als WLP-Ersatz geschrieben? Ich hoffe deine Fragen soweit beantwortet zu haben. Falls nicht hak nochmal nach. Gruß |