Was bei AMD schon seit einiger Zeit funktioniert kommt bei Intel mit dem Nehalem (Core i7) nun auch, der integrierte Speichercontroller, doch zur Zeit kursieren die Gerüchte, dass dieser Controller mehr Probleme bereitet als zu Anfang gedacht. So heißt es, dass der Core i7 nicht nur Probleme mit einem
niedrigen Speichertakt hat, sondern auch mit einer zu hohen Spannung.
Grundlage dieser Vermutung ist ein
Warnhinweis, welcher auf dem ASUS P6T Deluxe X58-Mainboard zu finden ist. Dort heißt es, dass bei einer Spannung über 1,65 V dem Prozessor dauerhaft einen Schaden zu geführt werden kann. Dies sorgt natürlich für einen Abbruch der Vorfreude. Zwar arbeitet man auch an DDR3-Speicher, welcher mit möglichst
wenig Spannung auskommt, aber gerade bei den HighEnd-Produkten sind Spannung zwischen 1,7 V und 2,0 V keine Seltenheit.
Quelle: XFastest
Gerade die Enthusiasten der Overcklocker-Szene dürften diese Tatsachen nicht begeistern. Doch ASUS entschärfte bereits kurze Zeit später gegenüber dem
Inquirer ihren eigenen Warnhinweis und stellte zumindest fest, dass im Laborbetrieb auch ein Spannung von 1,7 V möglich ist, was aber nicht wirklich eine Verbesserungen der Aussichten darstellt.
Ganz im Gegensatz zu diesen Meldungen stehen die ersten Benchmark-Ergebnisse, welche in den letzten Tagen in einem
chinesischen Forum aufgetaucht sind. Unter Verwendung eines Core i7 965 XE mit 3,2 GHz in Verbindung mit normalen DDR3-1333-Speichers wurde eine Übertragungsrate mit Everest von 15000 MB pro Sekunde erreicht. Ein zweiter Test mit leichten Overcklocking des Prozessors auf 3,33 GHz und verschärften Timmings des Speicher und die Einstufung des Specher als DDR3-1600 wurden dann sogar 19000 MB pro Sekunde erreicht. Auch der Test mit 3dMark06 unter Verwendung eines SLI-Systems schaffte ohne übertakten 18000 Punkte, mit leichtem OC sogar 20000 Punkte. Natürlich ist dies kein Weltrekord, aber die CPU-Score von etwa 6200 Punkten liegt deutlich über dem heutigen Topmodell QX9770 von Intel.
Letztlich wurden auch die Vorteile von Hyper-Threading aufgezeigt. Mit dem Tool wPrime brauchte der Core i7 für die 32M-Schleife ohne HTT 11,47 Sekunden für die 1024M-Schleife 358,58 Sekunden. Nachdem HTT aktiviert wurde erreichte man bei der 32M-Schleife einen Wert von 9,27 Sekunden und die 1024M-Schleife absolvierte man in 275,27 Sekunden.
Diese Zahlen lassen den Core i7 dann doch wieder besser aussehen, zumal bei den Benchmarks auch Spannung deutlich über den von ASUS genannten 1,65 Volt genutzt wurden. Dies legt auch die Vermutung nahe, dass die Hersteller den Start des Core i7 mit Vorsicht angehen wollen, wie es auch schon bei AMDs Topmodelle der Phenom-X4-Reihe
der Fall war. Wie schlecht oder gut, es jetzt wirklich um Intels Nehalem steht, werden wir wohl erst nach der offiziellen Vorstellung erfahren, die gegensätzlichen Meldungen lassen nämlich keine klare Tendenz erahnen.
[dk]