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Oneiric Ocelot erblickt die Welt

Software | 14.10.2011, 18:21
Gestern gab Canonical das lang erwartete Ubuntu Oneiric Ocelot in der Version 11.10 zum Download frei. Es soll mit verbessertem Unity-Desktop und zahlreichen Anpassungen und Verbesserungen, wie der Integration des Kernels 3.0, die Herzen der Nutzer erobern.

Canonical hat schon seit langer Zeit ein recht originelles Bennungsschema. Seit im Jahr 2004 Ubuntu 4.10 Warty Warthog erschien erhält jede Ausgabe, der im 6-Monats-Rhytmus erscheinenden Distribution, einen kreativen Namen der auf die besonderen Eigenschaften des Releases hinweisen soll. Oneiric Ocelot heißt nun die aktuelle Ausgabe, übersetzen könnte man das mit verträumter Ozelot, einer südamerikanischen Wildkatze.

11.10 bietet nun eine ganze Menge neues, so ist nun erstmals ein Kernel des neuen Zweigs 3.0 an Bord, mit LightDM ist nun ein neuer Displaymanager an Bord. Nicht mehr an Bord sind Evolution und Synaptic, sie wurden durch Thunderbird und das Softwarecenter ersetzt, stehen aber weiterhin optional zur Verfügung. Ausgebaut wurde das Cloudsystem Ubuntu One, dieses ermöglicht mit OneConf den Austausch von Konfigurationsdaten über mehrere Rechner hinweg. Dazu passend ermöglicht Déjà Dup auf Wunsch auch verschlüsselte Backups auf diesem Dienst. Ein weiteres interessantes Feature stellt MultiArch dar, dies ermöglicht es auf einem Rechner Software unterschiedlicher Architekturen auszuführen.

In Ausgabe 11.04 hatte der gerade durch Canonical neu eingeführte Unity-Desktop zu hitzigen Diskussionen in der Community geführt. Die einen hielten das Konzept für große Monitore für ungeeignet, andere monierten die Leistungsanforderungen des Desktops und weitere Nutzer wollten sich von ihrem gewohnten GNOME 2-Desktop nicht trennen.

Bild: Oneiric Ocelot erblickt die Welt


Das stark überarbeite Unity soll nun deutlich besser mit der am Markt vorhanden Grafikhardware umgehen können, nichtsdestotrotz werden Nutzer wohl häufig trotzdem proprietäre Treiber installieren müssen, um in den Genuss von Unity-3D zu kommen. Doch nun kommt erstmals auch Unity-2D als Fallback zum Einsatz und ersetzt die GNOME2-Emulation. Wer trotzdem GNOME will, kann sich einige Elemente davon aus den Quellen nachinstallieren, beispielsweise die Shell.



Wer sich selbst ein Bild von Ubuntu 11.10 machen möchte kann sich die Tour auf ubuntu.com ansehen oder sich eine Live-Distribution herunterladen und ausprobieren. Beachtung sollten jedoch auch die Release Notes finden. Doch wer Unity immer noch nicht über den Weg traut muss Ubuntu nicht den Rücken kehren, mit Kubuntu, Xubuntu und neuerdings auch Lubuntu stehen zahlreiche offizielle Derivate zur Verfügung.

Das jetzt in Entwicklung befindliche 12.04 Precise Pangolin ist wieder ein LTS und damit ein Release mit besonders langer Unterstützung von 3 Jahren, während für normale Releases wie Ocelot die Versorgung mit Updates nach 1,5 Jahre endet. Vielleicht ist die Namensgebung ja ein Omen...

Bild: Oneiric Ocelot erblickt die Welt
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Stichworte zur Meldung: Ubuntu Ocelot Linux Canonical Oneiric
 
2 Kommentare

Re: [News] Oneiric Ocelot erblickt die Welt

Gast
(vom 15.10.2011 um 20:36)
Vorletzter Absatz: "...mit Kubuntu, Xubuntu und neuerdings auch stehen zahlreiche..."
Ich werd affig, jetzt gibts auch ne Tuntenversion? Ich kannte nur Lubuntu bis jetzt ;)

Re: [News] Oneiric Ocelot erblickt die Welt

Philipp
(vom 15.10.2011 um 20:51)



Ups, was ungewollte Buchstabenverdopplungen so erzeugen können...  ;D Vielleicht kommt ja jetzt noch einer auf die Idee, das zu verwirklichen.  :P

Danke, ist repariert!