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Philips spaltet die TV-Sparte ab

Wirtschaft | 03.11.2011, 12:01
Nach langen Verhandlungen sind sich die Unternehmen Philips und der chinesische Auftragsfertiger TPV nun endlich einig und werden ein gemeinschaftliches Joint Venture gründen. Dieses Gemeinschaftsunternehmen wird die TV-Sparte von Philips vollständig übernehmen.

Das gemeinschaftliche Unternehmen wird zu 70 Prozent zu TPV gehören, die weiteren 30 Prozent hält Philips, wobei der Konzern nach sieben Jahren seinen Anteil verkaufen darf. Die 3500 Beschäftigten aus Philips TV-Sparte gehen vollständig in das neue Unternehmen über.

Die Marke Philips darf zumindest die ersten fünf Jahre verwendet, weitere fünf Jahre kommen hinzu, wenn bestimmte, aber nicht genannte, Ziele erreicht werden. Neben rund 185 Millionen Euro, welche Philips in den ersten drei Jahren in die Werbung investiert, gewährt das niederländische Unternehmen dem Joint Venture ein Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro. Im Gegenzug erhält Philips 2,2 Prozent der jährlichen Umsatzes, mindestens aber 50 Millionen Euro, für Lizenzgebühren.

Der Grund für die Abspaltung ist die allgemein schlechte Entwicklung auf dem TV-Markt, welche nicht nur Philips zu schaffen macht. Zuletzt hörte man aus den Reihen von Sony, dass man sich von den 50 Prozent der gemeinschaftlichen Flüssigkristall-Bildschirm-Produktion mit Samsung trennen will. Allerdings soll Sony die finanziellen Mittel für weitere Investitionen im Smartphone-Bereich nutzen.
[dk]







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