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NVIDIA stellt Tegra 3 offiziell vor

Prozessoren | 10.11.2011, 09:58
Schon seit geraumer Zeit überzeugt NVIDIA im mobilen Bereich mit den Tegra-Lösungen und die Szene hat zuletzt gespannt auf den unter dem Codenamen Kal-El bekannten Tegra 3 gewartet. Nun stellt das Unternehmen den neuen SoC offiziell vor.

Die Änderungen


Mit Tegra 3 verspricht NVIDIA mehr Performance in allen Bereichen. Das beinhaltet sowohl das Surfen im Internet, als auch die Rechenleistung und insbesondere NVIDIAs Steckenpferd die Grafikperformance. In Sachen CPU setzt NVIDIA weiterhin auf die ARM-Architektur. Für Tegra 3 kommt dabei eine ARM Cortex A9 mit vier Kernen zum Einsatz. Dieser arbeitet bei Belastung von nur einem Kern mit 1,4 GHz. Liegt Last auf allen Kernen an, sind es nur noch 1,3 GHz. Der L2-Cache beträgt 1 MB und der L1-Cache liegt bei 32 KB pro Recheneinheit.

Im Bereich des Grafikprozessors hat NVIDIA ebenfalls nachgerüstet und setzt nun auf eine Lösung mit 12 Recheneinheiten. Dies erhöht die Performance und soll, im Vergleich zu Tegra 2, eine bis zu dreimal schnellere 3D-Leistung liefern. Zudem bietet Tegra 3 nun 3D-Stereo-Sound und natürlich auch Videodarstellungen in FullHD. Tegra 3 unterstützt DDR3L-1500- und LPDDR2-1066-Speicher, dies soll den Strombedarf reduzieren und Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden bei Videowiedergaben ermöglichen.

Kal-El bietet nun auch HDMI 1.4a in einer Auflösung von bis zu 1920 x 1080 Bildpunkten und kann zudem zwei Bildschirme simultan ansteuern. Auch die integrierte Kamera wurde verbessert und bietet nun bis zu 32 Megapixel. Bei Videoaufzeichnungen erreicht die Kamera bis zu 300 Megapixel pro Sekunde.

Bild: NVIDIA stellt Tegra 3 offiziell vor
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Spiele, Spiele, Spiele und mehr Performance


Auch wenn NVIDIAs Tegra-3-Lösung mehr können muss als eine gute 3D-Performance zu liefern, so zeigt NVIDIA deutlich, dass man gerade im Bereich des mobilen Gamings eine Vorreiterrolle über nehmen will. Ein wichtiger Faktor spielt dabei die Tegra Zone, welche als App für Android zur Verfügung steht und den Zugriff auf zahlreiche Spiele ermöglicht. Dabei, so berichtete es NVIDIA schon auf der CeBIT, wird das Angebot noch in diesem Jahr deutlich aufgestockt. Mittlerweile ist von über 40 Titeln die Rede, welche noch in diesem Jahr über die Tegra Zone erhältlich sein soll. Letztlich zeigt sich NVIDIAs Intention im Bereich dr Spiele auch darin, dass Tegra 3 Controllern von Xbox und Playstation unterstützt.

Auch in Sachen Webbrowsing hat NVIDIA nachgebessert und somit das mobile Surfen komfortabler gemacht. Laut eigen Angaben wurde dabei die Performance im Bereich Java und Flash verbessert, was sich in einem bis zu viermal schnelleren Seitenaufbau widerspiegelt.


Dass die Anwender nicht lange auf eine Verfügbarkeit entsprechender Endgeräte warten müssen zeigt ASUS. Der Hersteller hat bereits das Eee Pad Transformer Prime vorgestellt, welches eines Mischung zwischen Tablet-PC und Netbook darstellt.
[dk]







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