In den vergangenen Monaten
präsentierte der Redmonder Software-Gigant Microsoft häppchenweise Details zum kommenden Betriebssystem Windows 8. Neben verkürzten
Boot-Zeiten und einem reduzierten
Speicherbedarf heißt es nun, dass auch die Akkulaufzeiten mit Windows 8 optimiert werden sollen.
Ein wichtiger Faktor für Windows 8 ist der Einsatz im mobilen Bereich in Form von Note- und Netbooks, aber auch Tablet-PCs und Smartphones sind im Visier der Redmonder. Hierfür ist es wichtig, dass das Betriebssystem besonders effizient arbeitet, weshalb man im Hause Microsoft auf diesen Bereich besonders achtet. Dabei differenziert man jedoch nicht zwischen SoC (System on Chip) oder Desktop-PC und führt bei allen Plattformen die gleiche Energieverwaltung ein.
Durch das einheitliche Schema entsteht jedoch das Problem, dass den Herstellern ein Teil der Energieverwaltung und damit die Kontrolle entzogen wird. Dieser verminderte Spielraum könnte jedoch dem erklärten Ziel entgegen wirken. Daher legt Microsoft die Latte mindestens auf das Niveau von Windows 7 und verdeutlicht damit, dass man keinen Rückschritt machen will, obwohl zwischen den beiden Windows-Versionen deutliche Unterschiede bestehen.
Der wohl wichtigste aber auch schwierigste Punkt in Sachen Effizienz ist ein schneller Wechsel von Last in den Ruhe-Zustand und umgekehrt, denn während der Ab- und Anschalt-Phasen der Dienste wird viel Energie benötigt ohne das der Anwender arbeiten kann. Die Verbesserung soll ebenfalls unabhängig von dem jeweiligen System durchgeführt werden und somit auch im Bereich der Desktop-Systeme zum tragen kommen. Limitierender Faktor ist hier stets die Möglichkeit der jeweils verbauten Hardware.
Um dieses Ziel zu erreichen, soll Windows 8 in der Lage sein, Teile des Betriebssystem länger im Idle-Modus zu betreiben. Wichtiger ist jedoch das sogenannte
Metro style application model. Diese Applikationen werden zwar ausgeführt, jedoch in einem Suspended-Modus, so dass die Anwendung bei Bedarf zügig zur Verfügung steht, zuvor jedoch nicht zur Belastung des Systems führt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Energieverwaltungs-Framework inklusive des
Power Engine Plug-in. Dadurch können Geräte dem Betriebssystem ihre Fähigkeiten in Sachen Energieverwaltung mitteilen, welches dann entsprechende Optimierungen vornimmt.
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