Es ist ein ewiger Wettstreit zwischen AMD und NVIDIA um Marktanteile im Grafik-Segment. Seit jeher stand mal der eine, mal der andere besser dar, obwohl NVIDIA immer als Vorherrscher gilt. Noch nicht allzu lang ist es her, dass sich beide Hersteller aber auf Augenhöhe eingependelt haben. Wie nun vermeldet wird büßte NVIDIA einige Anteile an AMD. Gleichzeitig gibt es überraschende Nachrichten für den Markt diskreter Grafikkarten.
Anteile musste NVIDIA im Bereich der OEM-Computer hergeben, so dass man in den vergangenen 18 Monaten von 17 auf 15 Prozent fiel. Untersucht wurden dabei 143 Modelle der fünf größten OEM-Anbieter, was also nicht unbedingt auf den kompletten Markt übertragen werden kann. Der niedrige Marktanteil lässt zudem darauf schließen, dass weitestgehend Systeme der unteren Preisklassen einbezogen wurde, in welchen meist eine integrierte Grafikeinheit verwendet wird. Erschwerend kommt für NVIDIA hinzu, dass neueste Prozessor-Generationen, wie Intels Sandy Bridge oder AMDs Llano, eine Grafikeinheit integriert haben, welche für zusätzliche Verluste im Low-End-Bereich bedeuten sollten.
Dreht man ein bekanntes Sprichwort um, so kann man anfügen "Doch wo Schatten da auch Licht" und so gibt es auch positives für NVIDIA zu vermelden. Der Markt für diskrete Grafikkarten steht sehr gut dar. Im Bereich der Notebooks blieb der Anteil stabil und im Desktop-Segment stieg er sogar leicht an in den vergangenen 18 Monaten. Zwar fiel im gleichen Zeitraum NVIDIAs Marktanteil von 45 auf 41 Prozent, aber die Prognosen ließen schlimmeres erwarten.
Für den erstaunlich guten Stand der diskreten Grafikkarten wird auch eine Erklärung gegeben. Die bisherigen Nutzer von Low-End-PCs wechselten zu Notebooks und die Nutzer der Low-End-Notebooks siedelten zu Tablets über. So bleibt der Retail-Markt den Gamern und Enthusiasten, welche eine entsprechend hohe Nachfrage haben. Doch neben diesem Bereich sieht NVIDIA auch aus anderen Gründen positiv in die Zukunft. Für das kommende Jahr stehen mit Tegra und Apples Rückkehr beim MacBook und MacBook Pro zwei potente Zugpferde im Stall. [bb]