Aktuell findet sich das soziale Netzwerk Facebook immer wieder in den aktuellen Nachrichten wieder. Zuletzt schlugen Spekulationen zum
wohl kurz bevorstehenden Börsengang große Wellen. Doch nun legt Facebook in Form von Sheryl Sandberg höchst persönlich nochmal nach und verkündete der erstaunten Presse auf einer Veranstaltung am Freitag, dass das Unternehmen demnächst tausende Leute einstellen will.
Damit hat keiner der Facebook-Beobachter gerechnet und auch keiner kann dieses Vorhaben so richtig einschätzen. Die Mitarbeiter sollen in einem Ingenieurszentrum arbeiten, dass neu aufgebaut wird. Doch woran wird es in Zukunft arbeiten? Plant Facebook neue Dienste um sich im angelaufenen Wettkampf mit Google besser zu positionieren, oder will man sich ein gänzlich neues Standbein aufbauen? Sinn macht dieser Schritt insofern, dass man durch einen Börsengang, der einer der größten der bisherigen Geschichte werden könnte, enormes Kapital gewinnen würde. Doch ohnehin ist Facebook mit einer geschätzten Einnahme von 500 Millionen US-Dollar, allein in der ersten Hälfte 2011, sehr gut aufgestellt.
Zeitgleich werden kritische Stimmen lauter, die in Facebook eine riesige Blase sehen, die bald platzen könnte und die ohnehin angeschlagene Finanzwelt ins Chaos stürzen könnte, zumindest in eine neue Krise. Der traumhafte Aufstieg eines Netzwerkes, welches von einem Mann erdacht, von dreien gegründet wurde, knapp ein Jahrzehnt später mehr als 500 Anteilseigner hat und nun einen der größten Börsengänge hinlegen wird, könnte sich als Alptraum erweisen. In Zeiten großer Datenschutz-Diskussionen darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Facebook sich ausschließlich über Werbung finanziert, und damit seinen Wert durch die Daten seiner Mitglieder generiert. Nimmt man den spekulierten Gesamtwert Facebooks von 100 Milliarden US-Dollar und teilt ihn durch die ca. 800 Millionen Nutzer, so ist ein Nutzer 125 US-Dollar wert.
[bb]